Zwei Meisterinnen im irischen Step-Tanz

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Katharina Knochenhauer mit ihrer Freundin Lisa Wilczewski (r.) tanzen sehr gerne.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Natürlich gibt es viele ernst zu nehmende Hobbys, bei denen die körperliche Anstrengung gegen Null tendiert. Es gibt aber auch andere. Und so eines betreibt Katharina Knochenhauer aus Nachrodt. Es erfordert sehr viel Gefühl für Rhythmus, eine gute Kondition und vor allen Dingen absolute Körperbeherrschung. Das ist zwar schon fast des Guten zu viel, ist aber eben doch notwendig, um ihr Hobby ausüben zu können: Katharina Knochenhauer hat sich dem irischen Folkloretanz verschrieben.

Hierbei handelt es sich unter anderem auch um Steptanz. Dass dieser Tanzsport in Perfektion betrieben werden kann, zeigen so bekannte Shows wie „Riverdance“ und „Lord of the dance“ von Michael Flatley. Diese Art des Steptanzes unterscheidet sich von allen anderen Arten dadurch, dass sowohl Oberkörper wie auch die angelegten Arme völlig „starr“ sind und lediglich der Unterkörper und die Beine bewegt werden. Allein das erfordert ein Höchstmaß an Konzentration. Knochenhauer tanzt gemeinsam mit ihrer Freundin Lisa Wilczewski aus Altena. Beide haben es schon weit gebracht. Sie sind in ihrer Altersklasse nicht nur Deutsche Meister sondern sogar Vize-Europameister geworden. Doch dieser Erfolg musst erst einmal erarbeitet werden. Dabei fing alles eigentlich ganz harmlos an.

Knochenhauer sah vor rund sieben Jahren die Show „Riverdance“ im Fernsehen. Sie war sofort begeistert von der Art dieses Tanzes und bat ihre Eltern, doch einen entsprechenden Tanzkursus besuchen zu dürfen. Zu dem Zeitpunkt war sie gerade einmal zehn Jahre alt. Vater und Mutter standen dem Wunsch der Tochter zunächst einmal sehr skeptisch gegenüber, stellten aber bald fest, dass Katharina großes Talent bewies. Unabhängig davon sah auch Wilczewski die Show im Fernsehen. Auch sie wollte lernen, so zu tanzen. So trafen sich die beiden Mädchen in einer Tanzschule in Iserlohn und merkten sofort, dass „die Chemie“ stimmte. Und weil sich beide sehr gut aufeinander einstellen konnten, zogen sie – ohne es eigentlich zu wollen - sehr schnell an den anderen Mitgliedern der Tanzgruppe vorbei und reihten einen Erfolg an den anderen. Die Zeit der Wettbewerbe war nicht nur für die beiden Tänzerinnen hart. Dazu kam der nicht unerhebliche finanzielle Einsatz. Denn sowohl Step- als auch Ballettschuhe wollten finanziert werden. Letztere werden benötigt, um langsame Stücke tanzen zu können, die sich nicht zum Steppen eignen. Und auch die Bekleidung war recht teuer. Dazu kam, dass die beiden jungen Frauen zu den jeweiligen Wettbewerben, die bundesweit veranstaltet wurden, gefahren werden mussten. Da waren natürlich die Eltern gefragt.

Der finanzielle Aufwand, der für dieses Hobby betrieben werden musste, war daher nicht gering. Doch gelohnt hat es sich allemal. Denn es gibt nur zwei Frauen, die sich rühmen können, auch einmal den Titel „Vize-Europameister“ getragen zu haben. Sehen kann man sie aber trotzdem noch. Zuletzt auf dem Nawibchen in Nachrodt. Wer sich für einen solchen Auftritt interessiert, sollte Tel. 02352/337831 (Knochenhauer) anrufen.

vonHartwig Bröer

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