Zwei Jahre Haft für Kinderpornos

ALTENA ▪ Er konnte es nicht lassen: Weil er wiederholt wegen kinderpornografischen Fotos mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war, ist am Donnerstag ein 48-jähriger Mann aus Altena zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Der gelernte Kaufmann hatte in einem Internetforum mehrfach pornografische Fotos von Kindern hochgeladen und dieses verbotene Material so auch anderen zugänglich gemacht. Ingesamt wurden dem Angeklagten sieben solcher Delikte vorgeworfen – wobei zum Teil sogar Fotos von Babys darunter waren –, die sich alle Ende letzten Jahres zugetragen hatten. Der Altenaer nutzte dabei ein Internetforum, das er selbst mit aufgebaut hatte. Dieses sei ursprünglich „für die sexuellen Interessen Erwachsener“ gedacht gewesen, wie es der Pflichtverteidiger des 38-Jährigen formulierte. „Kinder interessieren sich nicht für so etwas“, konterte der Vorsitzende Richter Dirk Reckschmidt. Insgesamt ging es um 108 Bilder. Viele weitere wurden auf einem Speicherstick in seiner Wohnung gefunden, als die Polizei am 2. November letzten Jahres zu einer Hausdurchsuchung kam.

Hinsicht der Tatvorwürfe machte der Angeklagte keinen Versuch, seine Schuld zu leugnen. Als „voll umfänglich im Sinne der Anklage“ beschrieb der Verteidiger das Geständnis seines Mandanten. Der war schon 2007 wegen des Besitzes von Kinderpornografie vom Amtsgericht Arnsberg verurteilt worden.

In seinem Plädoyer beantragte der Vertreter der Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren; wobei zusammen mit dem Bewährungswiderruf für das Arnsberger Urteil eine Haft von vier Jahren verhängt werden sollte.

Der Verteidiger des Mannes beantragte „eine milde Strafe“ und verwies auf die Notwendigkeit einer Therapie. Diese hatte auch die Bewährungshelferin unterstrichen.

In seiner Urteilsbegründung nannte Richter Reckschmidt die beschlagnahmten Fotos „ekelhaft“. Auch wer so etwas nur konsumiere, füge Kindern schlimme Schäden zu. ▪ tk

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