Zwei Doktoren übernehmen St. Vinzenz

Die neuen Inhaber: Dr. Armin Wurth (l.) und Dr. Dietmar Stephan. ▪

ORTSMARKE ▪ Die „Deutsche KlinikUnion GmbH“ (90 Prozent) und die „Deutsche KlinikManagement GmbH“ (10 Prozent) übernehmen ab 1. Juli das St. Vinzenz Krankenhaus – der Name bleibt. Mit großer Freude gab das gestern der Aufsichtsratsvorsitzende Pfarrer Ulrich Schmalenbach bekannt.

„Es war ein langer Weg bis heute“, meinte er. Aber jetzt sei sicher, dass das Haus als Akutkrankenhaus weitergeführt wird. Denn: „Wir wollten nie etwas anderes“, so Schmalenbach. Die Deutsche KlinikUnion (DKU) ist ein inhabergeführter privater Klinikträger. Die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter sind der Mediziner Dr. Dietmar Stephan und Betriebswirt Dr. Armin Wurth. Seit ihrer Gründung hat die DKU gemeinsam mit ihrer Schwestergesellschaft, Deutsche KlinikManagement (DKM), die Verantwortung für insgesamt neun Gesundheitseinrichtungen in NRW und Nordhessen übernommen, wie beispielsweise vor einem Jahr das Krankenhaus in Warstein. „Es stand kurz vor der Insolvenz, und jetzt ist das Jahr 2010 schon positiv“, erklärte Wurth. Für Altena haben die beiden Männer einen Fünf-Jahres-Plan aufgestellt. Die Stimmung in Sachen Krankenhaus wollen sie bereits in rund neun Monaten ins Positive gedreht haben, eine schwarze Null in der Bilanz streben Wurth und Stephan für Anfang 2013 an.

Ihr Konzept: der Ausbau der medizinischen Leistungen. „Der Patient wählt das Krankenhaus nach den Ärzten, nicht nach der Infrastruktur des Hauses – die wirklich gut ist – aus“, ist der Mediziner Stephan sich sicher. Bereits begonnen worden sei mit der chirurgischen Abteilung und dem neuen Chefarzt Dr. Gruber. Er decke mit seinem Team die Endoprothetik, die Wirbelsäulen- und Handchirurgie ab. Hinzu käme ab 1. Januar 2012 ein weiterer Chefarzt für die Allgemein- und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie). Internistisch sei das Krankenhaus mit Chefarzt Jens Linderhaus gut aufgestellt. Zudem sei er Geriater, was vor dem Hintergrund, dass neurologische Erkrankungen zunehmen, von großer Bedeutung für Altena sei. „Wir glauben an dieses Haus und werden es wieder in gutes wirtschaftliches Fahrwasser bringen“, so das Versprechen von Wurth und Stephan. Sie verrieten auch ihr mittelfristiges Ziel: ein Verbund mehrerer Krankenhäuser der Umgebung. Doch: „Zunächst müssen wir hier unsere Hausaufgaben machen“ – Altena soll die Keimzelle sein.

Franz-Jörg Rentemeister bleibt dem Krankenhaus erhalten. „So lange er möchte, kann er Geschäftsführer bleiben“, sagte Wurth. „Er hat hervorragende Arbeit geleistet.“ An den Verträgen der Mitarbeiter werde sich noch nichts ändern, erklärte der Betriebswirt. Doch gespart werden müsse und dafür werde jeder seinen finanziellen Beitrag leisten müssen. Aber: „Wir werden das Sparpaket gemeinsam mit den Mitarbeiten schnüren.“ ▪ Von Ilka Kremer

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