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Zwei besondere Spenden für die Feuerwehr

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Von: Janine Tokarski, Volker Heyn

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Viel zu tun ist noch im Gerätehaus Knerling. Das Gebäude wurde beim Hochwasser massiv beschädigt.
Viel zu tun ist noch im Gerätehaus Knerling. Das Gebäude wurde beim Hochwasser massiv beschädigt. © Feuerwehr Altena

Gut vier Monate ist es her, dass in Altena und Werdohl zwei Feuerwehrleute beim Hochwassereinsatz ums Leben kamen. Nun übergaben vier Männer und eine Frau des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken St. Johann Spendenschecks über jeweils 2688 Euro an die Witwe des verstorbenen Werdohler Feuerwehrmannes und an Altenas Feuerwehr-Chef Alexander Grass. Er wird das Geld an die Witwe des verstorbenen Feuerwehrmannes der Löschgruppe Rosmart übergeben

Altena – Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken für den Stadtteil St. Johann hatte direkt nach der Flutkatastrophe um Spenden für Flutopfer gebeten. Auf diese Weise kamen 12 000 Euro zusammen. Als das Geld beisammen war, überlegte sich der Förderverein, wer Nutznießer werden sollte.

Spenden für Familien von vier verunglückten Feuerwehrmännern aus NRW

Hans Ferner, Vorsitzender des Fördervereins aus Saarbrücken, sagt über die damalige Zeit: „Wir müssen was tun.“ Die Spendensumme sollte aber nicht in unspezifischen Hilfen münden, die Saarbrückener wollten das Geld ganz konkret jemandem zukommen lassen. So entstand die Idee, es den Familien der insgesamt vier im Hochwassereinsatz umgekommenen Feuerwehrleuten aus NRW direkt zu geben.

Die Delegation war in dieser Mission zunächst in Altena und später in Werdohl. Nach einer privat finanzierten Übernachtung in Plettenberg gab es am Tag danach noch zwei Spendenübergaben in Nettersheim und im Ahrtal.

Spende für Gerätehaus Knerling

46 Jahre alt war der Altenaer Feuerwehrmann, der bei einem Hochwasser-Einsatz am 14. Juli in der Nette ums Leben kam. Ein Mann war dort ins stark strömende Wasser geraten. Feuerwehrleuten gelang es, ihn aus den Fluten zu retten. Der 52-jährige Werdohler Feuerwehrmann war am Katastrophentag gegen 19 Uhr an einer Einsatzstelle in Elverlingsen in der Nähe der Bundesstraße zusammengebrochen.

Nicht nur die Angehörigen haben in dieser Woche Unterstützung erhalten. Eine weitere Spende erreichte die Feuerwehr in Altena für das Gerätehaus der Löschgruppe Knerling. Das Gebäude war beim Starkregen durch Wasser und Geröll massiv beschädigt worden. Der Knerlinger Löschgruppenführer Franco Cali und Alexander Grass begrüßten Vertreter des Musikzuges der Feuerwehr Wenden.

Sanierung läuft auf Hochtouren

Die Kameradinnen und Kameraden hatten mit einem Benefizkonzert Spenden für die Altenaer Feuerwehr gesammelt. Das Geld soll für eine neue Ausstattung des Gerätehauses in der Brachtenbecke eingesetzt werden. Dort gehen die Sanierungsarbeiten voran. Putz wurde abgetragen, Wände werden derzeit erneuert. Auch mit der Erneuerung von Leitungen konnte begonnen werden. „Bis die Arbeiten fertiggestellt sind, wird allerdings noch einige Zeit vergehen“, sagt Grass.

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