Zusammenarbeit auch bei der Abwasserbeseitigung

Kommunen rücken enger zusammen

+
Das Thema Kanäle hat am Montag den Rat beschäftigt. Hier eine Sanierung im Inliner-Verfahren.

Altena – Der Rat hat am Montag grünes Licht für eine weitere interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde gegeben. Die beiden Kommunen wollen jetzt auch bei der Abwasserbeseitigung gemeinsame Wege gehen.

Erste Gespräche darüber habe es bereits 2004 gegeben, wusste Hendrik Voß aus den Akten – der neue Leiter der Stadtwerke ist auch für das Abwasserwerk verantwortlich. Damals seien die Gespräche im Sande verlaufen, 2017 wurden sie wieder aufgenommen – mit dem Ergebnis, dass jetzt ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegt.

Ob er wirklich unterzeichnet wird, hängt allerdings davon ab, ob eine Stellenausschreibung Erfolg hat: Nur wenn das Abwasserwerk einen zweiten Ingenieur einstellen kann, kann es die Betreuung der Nachrodter Kanäle übernehmen.

Der Anteil der Gemeinde Nachrodt ist überschaubar: Sie kümmert sich um das Berichtswesen und stellt eine alte Salzhalle als Lagerraum zur Verfügung. Kanäle planen und sich um die Unterhaltung kümmern, Abwasserkonzepte aufstellen, den Einsatz von Fremdfirmen koordinieren, Informationsveranstaltungen für die Bürger – all das soll das Altenaer Abwasserwerk übernehmen und die dafür anfallenden Kosten der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde in Rechnung stellen. Voß geht davon aus, dass der neu einzustellende Ingenieur zu 60 Prozent für die Doppelgemeinde tätig sein wird.

Damit bleiben 40 Prozent der Kosten am Altenaer Abwasserwerk hängen. Trotzdem profitiere auch das, betonte Voß in seinem Vortrag vor dem Rat. Denn: Beim Bauhof war bis vor einigen Wochen ein Kanalmeister tätig, dessen Personalkosten zu einem nicht unerheblichen Teil vom Abwasserwerk getragen wurde. Nach seiner Pensionierung fällt das weg, weil seine Aufgaben nach der personellen Aufstockung vom Abwasserwerk übernommen werden können. Mit der Einstellung eines zweiten Ingenieurs sei endlich auch eine Vertretungsregelung verbunden, sagte Voß – bisher bleibt alle Arbeit liegen, wenn der einzige Ingenieur Urlaub hat oder krank ist. Der Rat gab ohne Diskussion grünes Licht für den Vertrag mit Nachrodt-Wiblingwerde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare