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Zum 1. Oktober: Stadtwerke erhöhen Gaspreis um 30 Prozent

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Von: Markus Wilczek

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Eine Frau dreht an einem Heizkörper.
Das Heizen wird auch für Gaskunden in Altena teurer. Zum 1. Oktober erhöhen die Stadtwerke den Gaspreis um 30. Prozent. Die nächste Erhöhung folgt dann gleich zum Jahreswechsel. © Marcus Brandt

Die Stadtwerke Altena heben den Gaspreis zum 1. Oktober um 30 Prozent an. Doch das ist nur der erste Schritt. Bereits zum 1. Januar 2023 soll es eine weitere Preiserhöhung geben.

„Wir müssen die Umlagen, die durch die Bundesregierung beschlossen wurden, an den Endverbraucher weitergeben“, erläuterte die neue Stadtwerke-Geschäftsführerin Katrin Brenner die Entscheidung. Die Lage sei sehr angespannt. „Nicht nur für uns, sondern am Ende besonders für den Endkunden“, so Brenner weiter. Als einer der letzten Grundversorger in der Region veröffentlichen die heimischen Stadtwerke die geplante Erhöhung am Donnerstagnachmittag. Da die Höhe der Umlagen erst am Montag bekannt gegeben wurden und die Kunden nicht über Gebühr belastet werden sollten, habe man so lange mit der Ankündigung gewartet, heißt es zur Begründung.

Eine „größere Preiserhöhungswelle“

Ab Oktober zahlen die Kunden der Stadtwerke im Grundversorgungstarif künftig einen Brutto-Arbeitspreis zum Beispiel in Stufe zwei in Höhe von 13,62 Cent (plus etwa 30 Prozent) je Kilowattstunde (kWh). „Es gibt eine größere Preiserhöhungswelle. Kein Energieversorger kann diese massive Steigerung allein tragen und wir sind heute noch vor der eigentlichen Preiserhöhung, die unweigerlich zum 1. Januar kommen wird. Dann schlagen die höheren Einkaufspreise für das Jahr 2023 durch, die jetzt noch nicht berücksichtigt sind“, sagt Hendrik Siebecke, Leiter Vertrieb. Wie viel mehr die Altenaer ab dem Jahreswechsel nochmals zahlen müssen, teilten die Stadtwerke am Donnerstag noch nicht mit.

Kunden von insolventen Energieversorgern, die zu den Stadtwerken als heimischem Grundversorger zurückkehren, rutschen für drei Monate zunächst in teurere Ersatzversorgung und haben erst danach einen Anspruch auf Grundversorgung. Damit können die Stadtwerke durch entsprechende Gestaltung der Preise für die Ersatzversorgung reagieren, wenn, wie im Winter 2021, Lieferanten ausfallen und eine größere Anzahl von Kunden plötzlich durch den Grundversorger beliefert werden muss. „Die Stadtwerke Altena GmbH ist auf diese Anforderung bereits vorbereitet und hat einen Grundversorgungs- und einen Ersatzversorgungstarif berechnet“, so Katrin Brenner. Der Ersatzversorgungstarif werde in Kürze bekannt gegeben.

Stadtwerke passen Abschlagszahlungen proaktiv an

Aufgrund der deutlichen Preissteigerungen passen die Stadtwerke die monatlichen Abschlagszahlungen ab dem 1. Oktober auf Basis der dann geltenden Tarife proaktiv an, um hohe Nachzahlungen in den Jahresverbrauchsabrechnungen zu vermeiden. Über die Höhe der Abschläge sollen die Kunden separat informiert werden.

Zunächst erhalten die Kunden ab Freitag aber das Preisanpassungsschreiben zum 1. Oktober. Im Anschluss daran wird es die Mitteilung zu den künftigen Abschlägen geben, die alle Umlagen beinhalten. Die nächste Preiserhöhung in bislang noch unbekannter Höhe, mit der die Stadtwerke auf die gestiegenen Gasbeschaffungskosten reagieren, folgt schließlich zum Jahreswechsel.

Für Fragen stehen die Stadtwerke im persönlichen Gespräch im Kundencenter am Markaner oder unter der kostenfreien Servicenummer 0800/9184001 zur Verfügung. Weitere Informationen und Energiespartipps erhalten die Kunden zudem auf der Homepage unter www.stadtwerke-altena.de.

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