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Agentur für Arbeit lobt vorbildliche Inklusion in der Altenaer Firma Prinz-Mayweg

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Von: Thomas Bender

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Inklusion Arbeitsplatz Prinz-Weg Altena
Abteilungsleiter Sebastian Kienelt zeigt Sandra Pawlas, Helena Kompass und Muharem Abduloski von der Arbeitsagentur Iserlohn die Maschine, an der Emran Asani arbeitet. Warntöne gibt’s an ihr nicht, sie wurden durch optische Signale ersetzt. © Privat

Am 3. Dezember ist der Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Die Agentur für Arbeit Iserlohn besuchte aus diesem Anlass das Unternehmen Prinz-Mayweg in der Rahmede. Dort kümmere man sich vorbildlich um die Eingliederung Schwerbehinderter, hieß es anschließend.

Altena - Wenn in der Werkshalle des Automobil-Zulieferers die Maschinen laufen, ist es laut. Den Maschinenführer Emran Asani stört das nicht, denn er ist gehörlos. Dass er trotz seiner Schwerbehinderung einen Job in der Fertigung beim Marktführer für Präzisionsstahlrohre gefunden hat, ist nicht selbstverständlich. Schließlich fehlt mit dem Gehör ein wichtiger Sinn zur Verständigung im Betriebsalltag. Für seinen Arbeitgeber ist dies jedoch kein Grund, auf den motivierten Mitarbeiter zu verzichten. Sein Arbeitsplatz wurde entsprechend umgerüstet.

„Damit mehr Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben teilhaben können, werben wir für mehr Engagement, schwerbehinderten Menschen den Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen“, sagt Sandra Pawlas, Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur, die gemeinsam mit Kollegen die Firma Prinz-Mayweg besucht hat, um über das positive Beispiel der gelungenen Inklusion von Emran Asani zu berichten.

Emran Asani ist gehörlos

Der 32-jährige ist gehörlos und damit zu 100 Prozent schwerbehindert. Als gelernter Maschinen- und Anlagenführer hatte er mehrere Jahre in seinem Beruf gearbeitet. Dann wurde er arbeitslos und ging mit Unterstützung der Reha-Spezialisten des gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters auf die Suche nach einer neuen Beschäftigung, den er schnell beim Automobilzulieferer Prinz-Mayweg fand. Er fördert die Inklusion von schwerbehinderten Menschen.

Maschine wurde umgerüstet

An seiner Maschine fertigt Asani Rohre für verstellbare Autositze. Werkzeugmacher haben die Maschine umgerüstet. Optische Signale, gute Beleuchtung und Spiegel helfen nun bei der Orientierung und dabei, Gefahren zu erkennen. „Dort, wo Staplerfahrer unterwegs sind, haben wir zusätzlich die Wege abgesichert“, berichtet der Abteilungsleiter der Weiterverarbeitung Sebastian Kienelt. „Die Fahrer sind sensibilisiert, dass ihr Kollege nichts hört und deshalb vorsichtig gefahren werden muss.“

Maschinenführer Emran Asani an seinem Arbeitsplatz bei bei Prinz-Mayweg, der auf ihn zugeschnitten ist. Hohe Kosten entstanden dadurch nicht.
Maschinenführer Emran Asani an seinem Arbeitsplatz bei bei Prinz-Mayweg, der auf ihn zugeschnitten ist. Hohe Kosten entstanden dadurch nicht. © Privat

Personalleiterin Sandra Mann hat die Anstellung von Asani in die Wege geleitet und berichtet, dass man zunächst skeptisch war im Betrieb: „Die Sorge war da, Herr Asani könnte sich leichter verletzen oder in Gefahr bringen als hörende Mitarbeiter. Durch die technischen Anpassungen des Arbeitsplatzes und durch Gespräche mit Mitarbeitenden des Integrationsdienstes konnten die Bedenken aber zerstreut werden. Wir sind sehr froh, dass Emran Asani Teil des Teams ist mit seiner positiven Ausstrahlung.“ Damit die Verständigung für die notwendigen Sicherheitsunterweisung an der Maschine und im Betrieb klappt, hat das Unternehmen den Dolmetscher bei der Ar-beitsagentur angefragt, der schon im Bewerbungsprozess unterstützt hatte. Im Arbeitsalltag haben sich alle Beteiligten schnell auf den gehörlosen Kollegen eingestellt. Bei komplexeren Themen wird schriftlich kommuniziert, für die einfache alltägliche Konversation lernen der Abteilungsleiter und die Arbeitskollegen sogar die Gebärdensprache. „Ich fühle mich von meinen Kollegen sehr gut angenommen“, sagt Emran Asani und strahlt Zuversicht und gute Laune aus.

Gute vor-Ort-Beratung durch das Integrationsamt

„Das Integrationsamt, das die berufliche Einbindung schwerbehinderter Menschen sichert, hat uns gut beraten. Die technischen Berater haben sich auch vor Ort angeschaut, wie der Arbeitsplatz eingerichtet ist und Herrn Asani eingebunden, was man noch verbessern könnte“, schildert Kienelt.

Für Prinz-Mayweg ist das Thema Inklusion noch lang nicht abgehakt. Die Firma möchte weitere Mitarbeitende mit Schwerbehinderung einstellen. Auch das Angebot an andere Firmen steht, die guten Erfahrungen weiterzugeben und Hilfestellung zu leisten. „Was die Inklusion von Menschen mit einer Schwerbehinderung an-geht, ist Prinz-Mayweg ein tolles Beispiel“, meint Sandra Pawlas.

Kontakt

Wer sich ebenfalls für die Beschäftigung Schwerbehinderter interessiert, findet hier Ansprechpartner: Gemeinsamer Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Iserlohn und des Jobcenters: kostenfreie Servicenummer 0800-4 5555 20 oder online unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen/arbeitgeber-Service

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