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Zum Ausbildungsstart: Noch gibt es viele offene Stellen

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Viele Unternehmen in der Region suchen noch Auszubildende.
Viele Unternehmen in der Region suchen noch Auszubildende. © Waltraud Grubitzsch

Der 1. August war auch in diesem Jahr wieder für viele junge Menschen der Start in ihre Berufsleben mit dem Beginn einer Ausbildung. Allerdings sind in diesem Jahr noch besonders viele Stellen unbesetzt. In vielen Fällen kamen Unternehmen und Bewerber bislang nicht zusammen.

Altena – So waren Ende Juli noch 446 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig waren noch 1251 Ausbildungsplätze unbesetzt. Wie die heimische Agentur für Arbeit Iserlohn mitteilte, kommen somit auf jeden unversorgten Bewerber 2,8 unbesetzte Berufsausbildungsstellen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl von Bewerbern um 2,1 Prozent gesunken. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Ausbildungsstellen allerdings um 23,6 Prozent gestiegen. So gab es im Juli 2021 lediglich 910 unbesetzte Ausbildungsstellen und 595 unversorgte Bewerber.

„Es ist noch viel Dynamik im Ausbildungsmarkt“, sagt Stefan Steinkühler, operativer Geschäftsführer der Iserlohner Arbeitsagentur. „Die Chancen stehen so gut wie noch nie, auch jetzt noch etwas zu finden, weil so viele Firmen Ausbildungsstellen gemeldet haben.“ Deshalb sei auch mit dem Stichtag 1. August keineswegs alles vorbei. Bis in den Herbst hinein könne man noch eine Ausbildung aufnehmen, in Ausnahmefällen auch später – je nach individuellem Hintergrund des Bewerbers und in Abstimmung mit der zuständigen Kammer und dem Arbeitgeber.

„Unsere Erfahrung zeigt zudem: Nicht alle, die einen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben, treten die Stelle auch an. So werden für unversorgte Jugendliche oder Abbrecher, die sich umorientieren wollen, immer wieder neue Möglichkeiten frei“, ergänzt Stefan Steinkühler.

Die Bandbreite der freien Stelle reicht im Kreisgebiet über alle Branchen und Berufe. Besonders im gewerblich-technischen Sektor, ist noch viel offen. „Selbst bei den beliebten kaufmännischen Berufen sind noch Stellen frei. Hintergrund ist die hohe Nachfrage nach Fachkräften, die bei den heimischen Unternehmen auch wieder zu einer verstärkten Ausbildungsbereitschaft geführt hat“, so Steinkühler. Für Jugendliche bedeute dies, bei der großen Auswahl aber auch einmal nach Alternativen zum „Wunschberuf“ zu schauen.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt und hilft spätentschlossenen Jugendlichen weiter, sei es bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative zur Überbrückung. Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur steht im Austausch mit den Firmen und Betrieben, die Azubis suchen und vermittelt gezielt die Ausbildungsstellen – auch Last-Minute.

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