Zukunft auf katholisch  - Altenaer gestalten mit

Vier Altenaer Katholiken nahmen am Bistumsforum in Essen teil.

ALTENA - „Zukunft auf katholisch“ – so heißt der Dialogprozess des Bistums Essen, das mit einem ersten Bistumsforum am Samstag, 28. Januar mit mehr als 300 Katholiken gestartet ist. Im Dialogprozess sind die Gläubigen eingeladen, gemeinsam das Gespräch über die Fragen zur Zukunft der Katholischen Kirche im Bistum an Ruhr und Lenne zu suchen. „Dabei kann all’ das zur Sprache kommen, was uns in unserem Bistum und darüber hinaus bewegt – das, was uns lähmt und belastet, aber auch das, was uns für die Zukunft ermutigt“, so Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck.

Unter den Gästen im „Saal Europa“ in der Messe Essen waren am vergangenen Samstag auch vier Altenaer. Neben Petra Heer (Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Matthäus), nahmen auch Christiane Frebel (Gemeinderatsvorsitzende), Stefan Kemper (Katholikenrat Altena-Lüdenscheid) und Pfarrer Ulrich Schmalenbach teil.

Der Bischof Franz-Josef Overbeck, so ist auf der Bistumshomepage zu lesen, „sei sehr zufrieden und froh“ über den gelungenen Dialog. Es seien viele offene, ehrliche und auch kritische Töne gewesen, die dieses erste von insgesamt sechs geplanten Bistumsforen prägten.

Auch Stefan Kemper sprach im Gespräch mit unserer Zeitung von einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens aller Teilnehmer. Damit sei eine gute Basis für die nächsten fünf Foren gelegt, die jetzt bis Mai 2013 folgen.

Bischof Overbeck habe deutlich gemacht, dass es darauf ankomme, zu zeigen, „wie wir in Zukunft eine lebendige Kirche unter veränderten Bedingungen sein können“. Er habe die Erfahrung gemacht, dass die Sehnsucht der Menschen nach Glauben ungebrochen sei. Gerade in der heutigen Zeit seien das Gespräch und die Begegnung in der Kirche vonbesonderer Bedeutung.

Stefan Kemper teilt die Einschätzung des Oberhirten, er sei aber gespannt darauf, wie die kontroversen Fragen in den nächsten Diskussionen angegangen würden. Domkapitular Dr. Michael Dörnemann ist vom Bischof als Dialogbeauftragter offiziell eingesetzt. Für ihn – so steht es ebenfalls auf der Homepage des Bistums, sei sichtbar geworden, „dass es bei uns im Ruhrbistum viele Menschen gibt, Frauen, Männer und Jugendliche, die Kirche gestalten wollen.“

Zur Vorbereitung des nächsten Bistumsforums im Mai unter dem Thema „In unserem Bistum zu Hause und lebendige Kirche sein“ findet vor Ort eine Dialogveranstaltung in Lüdenscheid statt. Am Montag, 5. März, 19.30 Uhr, lädt der Katholikenrat Altena-Lüdenscheid als Mitveranstalter zu einer Diskussionsveranstaltung in das Gemeindezentrum von St. Peter und Paul ein. Gast ist dann der Essener Generalvikar Dr. Hans-Werner Thönnes, der mit den Katholiken über die „Zukunft des Bistums Essens“ ins Gespräch kommen möchte.

von Johannes Bonnekoh

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