Zukunft des Frettchens scheint gesichert

Eine deutsche Fregatte auf hoher See.

ALTENA - „Die Zukunft des Frettchens scheint gesichert.“ Das berichtet Eckhard Kittendorf, der Vorsitzende der entsprechenden Kommission der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft. Er bezieht sich dabei auf einen Brief des Frettchen-Kommandanten Göran Swistek, der jetzt Altena erreichte. „Totgesagte leben länger“, schreibt der Kapitänleutnant darin und teilt mit, dass das Frettchen wahrscheinlich im Juli in die Werft kommt, um gründlich instand gesetzt zu werden. Es ist wegen einiger gravierender Schäden zurzeit nur eingeschränkt einsatzfähig.

Zunächst hatte vieles darauf hingedeutet, als werde das Frettchen wegen dieser Mängel außer Dienst gestellt – es gab deshalb sogar Bemühungen, es zukünftig als „Museumsschiff“ zu nutzen. Das ist Schnee von gestern, die Marine wird stattdessen die Schnellboote Gepard und Nerz aus der Fahrbereitschaft nehmen.

Swistek berichtet, dass das Marineamt das Schnellboot inzwischen genau inspiziert hat und nun die Ausschreibung für die Instandsetzungsarbeiten vorbereitet werde. Er geht davon aus, dass in absehbarer Zeit der Zuschlag erfolgt und dass das Frettchen ab Mitte Juli ins Dock kommt.

„Die gesamte Länge der Werftphase ist mit etwa zwei Monaten angesetzt. Erfahrungswerte zeigen jedoch, dass es wahrscheinlich etwas länger dauern wird. Realistisch ist es sicherlich, das wir uns spätestens zu Weihnachten wieder im Heimatstützpunkt Warnemünde befinden werden und uns dann auf anstehende Einsätze und Manöver vorbereiten“, schreibt Swistek. Damit löst er bei Kittendorf einige Befürchtungen aus: „Ob die Besatzung angesichts dieses Zeitplans zum Schützenfest 2012 kommen kann, bleibt abzuwarten“. Nicht auszuschließen sei, dass sich das Schnellboot dann auf See befinde.

Die enge Verbindung zwischen dem Frettchen und den Altenaer Schützen rührt daher, dass die Stadt Altena schon vor Jahrzehnten die Patenschaft über das Boot übernommen hat. Das ist nichts Außergewöhnliches, alle Schiffe der Marine haben eine Patenschaft oder ein Patenland. Allerdings ist die zwischen dem Frettchen und der Stadt Altena eine der wenigen, die wirklich lebendig sind – neben der Marinekameradschaft und dem Technischen Hilfswerk gehört die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft zu ihren tragenden Säulen. Neben Einladungen an die Besatzung zu wichtigen Schützen-Terminen gibt es auch regelmäßige Besuche von Altenaern auf dem Schiff. Zuletzt war eine Delegation aus Altena Anfang April an Bord, als der Kommandant und die Besatzung des Frettchens zur traditionellen Familienfahrt eingeladen hatten.

vonThomas Bender

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