„Besondere Lösung“ muss her

Wie geht es weiter an der Förderschule. Ein Foto vom Betreuungstag am Drescheider Berg.

Altena -  Im März war Anna Christoforidis zur Erich-Kästner-Förderschule nach Lüdenscheid gewechselt – gleichzeitig aber wurde sie als Leiterin der Schule am Drescheider Berg „abgeordnet“, wie die Fachleute sagen.

Allerdings auf einer halben Stelle. Gleichwohl: Die Zukunft der Schule ist offen.

Bis zum Sommer nächsten Jahres, das weiß die Schulleiterin, müsse es allerdings einen Beschluss geben. Der könne entweder auf Fortsetzung des Betriebes lauten – oder eben auf Schließung.

Nach der Papierform stehen die Zeichen nicht sonderlich gut für die Einrichtung am Drescheider Berg. 144 Schüler müsste die Schule nach der neuen Mindestgrößenverordnung für Förderschulen zählen. Jedoch ist sie davon weit entfernt. 70 Mädchen und Jungen würden derzeit unterrichtet, berichtet die Schulleiterin. Und es sei absehbar, dass es im nächsten Schuljahr 55 sind. „Da bedarf es einer besonderen Lösung“.

Im Januar habe es Gespräche mit dem Märkischen Kreis gegeben. Dabei wurde vereinbart, zunächst am Standort Drescheider Berg festzuhalten.

Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein berichtet, dass der Kreis in seiner Eigenschaft als Schulträger sechs solcher Förderschulen unterhält. Sie legen jeweils unterschiedliche Förderungsschwerpunkte auf den Feldern „Sprache“, „Emotionale und soziale Entwicklung“ oder „Geistige Entwicklung“. Eine davon ist die Lüdenscheider Kästner-Schule. Hier liegt der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit auf der emotionalen und sozialen Entwicklung. Ähnlich beschreibt auch die Schule am Drescheider Berg ihr Profil: „Sprache, Lernen sowie emotionale & soziale Entwicklung.“ Hier werden mehr Schwerpunkte als bei den Kreiseinrichtungen abgedeckt.

„Wir sind in Gesprächen, seit Monaten“, sagt Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein für den Schulträger und nennt keine Einzelheiten. Es sei sehr viel Sorgsamkeit wichtig, „gerade hier“. - Von Thomas Keim

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