Zürs gibt Auskunft über die Wahrscheinlichkeit von Elementarschäden

Gefahrenklasse für praktisch alle Gebäude ermittelt

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Beispiel Lennestraße: Für die Häuser auf der Flussseite gilt manchmal eine andere Risikozone als für die an der Bergseite.

Altena - 90 Prozent aller Versicherten glauben, dass sie gegen Wasser im Keller versichert sind – tatsächlich haben aber nur 40 Prozent eine sogenannte Elementarschadenversicherung abgeschlossen, die solche Fälle reguliert. Diese Zahlen nennt Tim Rompza, Mitinhaber der Provinzial-Geschäftsstelle im Alten Bahnhof.

Angesichts zunehmender Starkregenereignisse raten Versicherungen dringend dazu, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Sowohl in der Gebäude- als auch in der Hausratversicherung sind Elementarschäden gegen Aufpreis versicherbar.  Rompza: „Damit ist das Thema auch für Mieter interessant, vor allem wenn sie im Erdgeschoss wohnen“. 

Einordnung in vier Risikogruppen

Wie groß das Risiko ist Opfer eines Elementarschadens zu werden, kann jeder Versicherungskaufmann seinen Kunden sehr exakt sagen – dank Zürs. Das steht für Zonierungsverfahren Überschwemmungsrisiken, Rückstau und Starkregen. Über 20 Millionen Gebäude werden darin in vier Risikogruppen eingeordnet. 

Mehr als 90 Prozent aller Gebäude gehören zu Gefahrenklasse eins, in der statistisch gesehen nur alle 200 Jahr ein Schaden eintritt. Dementsprechend niedrig ist die Prämie: Es kostet etwa 80 Euro pro Jahr, ein solches Haus gegen Elementarschäden zu versichern. 

In Zone drei (alle zehn bis 100 Jahre ein Schaden) kostet das gleiche Haus 600 Euro. Schäden seien zwar selten, dafür aber häufig richtig teuer, weiß Rompza. Gerät ein Bach außer Kontrolle und flutet den Keller, dann sei oft auch die Heizung hinüber und der Schaden damit im fünfstelligen Bereich, weiß der Versicherungsfachmann. 

Und: Auch wenn Zürs ein Indiz dafür ist, dass die meisten Elementarschäden durch Wasser verursacht werden, so sind auch andere Ereignisse versichert, Vulkanausbrüche zum Beispiel. 

Auch Schneedruck versichert

Während damit in Altena eher selten zu rechnen ist, können Erdrutsche an der ein oder anderen Adresse durchaus für Schäden sorgen. Auch Schneedruck sei versichert, sagt Rompza und berichtet von einem zurückliegenden, strengen Winter mit viel Schnee. „Drei unserer Kunden hatten anschließen Schäden an ihren Dächern zu beklagen, mit zum Teil fünfstelliger Schadenshöhe“.

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