Zoll überprüft Baustelle

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Prüfung ohne Verdacht: Der Zoll fühlte Bauherrn und Baufirma an der Iserlohner Straße auf den Zahn. ▪

von Johannes Bonnekoh - ALTENA - Zöllner und Zöllnerinnen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dortmund haben gestern eine Baustelle an der Ecke Bach-/Iserlohner Straße überprüft. Dort, wo ein Gerüst an einem Privathaus auch nach außen deutlich dokumentiert, hier wird ein Gebäude saniert, haben die Beamten im Rahmen einer „verdachtslosen Prüfung“ die bauausführende Firma, aber auch den Eigentümer des Hauses gebeten, Rechenschaft abzulegen.

Wie Ilona Fiorentino, Pressesprecherin der Dortmunder Behörde mitteilte, umfasste die Prüfung unter anderem die Einhaltung der Bestimmungen zum Mindestlohn, der derzeit bei 10,80 Euro/Stunde im Baugewerbe in Nordrhein-Westfalen liegt, der Sozialversicherungsanmeldung und der Beschäftigungsordnung im Rahmen des Schengener Abkommens (Tätigwerden von ausländischen Arbeitnehmern auf deutschen Baustellen).

Vor Ort war die Einheit Prävention der Finanzkontrolle mit einem Team. Die Frauen und Männer vom Zoll, die grasgrüne Uniformen mit der deutlich ablesbaren Aufschrift „Zoll“ tragen, sind mit allen Befugnissen von Polizeibeamten ausgestattet. Sie führen deshalb auch Waffen. Die verdachtslose Prüfung, also das Tätigwerden gestern am Markaner, erweckte schon großes Interesse von vorbeieilenden Passanten. Das nehmen die Einsatzkräfte stets billigend in Kauf. Sie legen den zu Überprüfenden eine Checkliste vor, die sie gemeinsam abarbeiten. Jeder Einsatz sollte zügig vonstatten gehen, damit die Zöllner nicht den Geschäftsbetrieb aufhalten. Die schriftlich erfassten Daten werden jetzt noch in Dortmund endgültig ausgewertet.

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