Ziel: Ein Bindeglied zwischen Ausbildern und Auszubildenden schaffen

Karrierenetzwerk Lenne gegründet

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Martin Döhler wurde zum Vorsitzenden gewählt.

Altena – Nach 30 Minuten war alles vorbei: So lange brauchten gestern 21 Repräsentanten der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, um im Lennestein das „Karrierenetzwerk Lenne“ zu gründen.

 „Zweck des Vereins ist die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe“, heißt des in der Satzung, die dann im nächsten Satz konkreter wird: „Der Vereinszweck soll insbesondere durch die Vorstellung und Präsentation lokaler Ausbildungsangebote sowie die Information und Unterstützung potenzieller Auszubildender bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz erreicht werden“.

Die Tätigkeit des Vereins soll sich auf Altena und Nachrodt-Wiblingwerde konzentrieren. Die beiden Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und Birgit Tupat trugen sich nicht nur in die Liste der Gründungsmitglieder ein, sie übernehmen auch die Schirmherrschaft. Hinter den Kulissen wird seit etwa einem halben Jahr über das Karrierenetzwerk Lenne diskutiert. In verschiedenen Arbeitskreisen sei erörtert worden, wie man auf den zunehmenden Mangel an geeigneten Auszubildenden reagieren könne, erklärte Helmar Roder. Der Dahler Ortsvorsteher war von Anfang an eingebunden – schließlich weiß er als Inhaber eines Elektrofachgeschäftes auch um die Problematik. „Es wird nicht leichter. Wir müssen uns alle um Auszubildende kümmern“, sagte er. Roder leitete die Gründungsversammlung und wurde von dieser zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Auf keinen Fall sei das Karrierenetzwerk Lenne als Konkurrenz für die Agentur für Arbeit zu verstehen – dieser Beteuerung Roders glaubt man gerne, wenn man auf die Wahl des ersten Vorsitzenden blickt: Dazu wählte die Gründungsversammlung Martin Döhler von der Agentur der Arbeit.

Der hatte schon vor einem Jahr anlässlich der „Woche der Ausbildung“ Handlungsbedarf gerade für kleinere Betriebe anmeldet. Sie hätten kaum Möglichkeiten, sich zu präsentieren, sagte er damals. Große Firmen würden von ihrem Ruf profitieren, Handwerksbetriebe hätten diesen Vorteil nicht unbedingt. Um die kleineren Betriebe auch über Altena hinaus bekannt zu machen, schlug er damals eine Veranstaltung vor, bei der diese sich präsentieren können. Genau darüber haben sich die Initiatoren der Vereinsgründung bereits Gedanken gemacht.

Ihnen schwebt für den Herbst eine Art Jobbörse vor – eine Veranstaltung, die man auch aus anderen Städten kennt und die deshalb für die Altenaer und Nachrodter Betriebe etwas anders gestaltet werden soll. Details dazu wollen Döhler und seine Mitstreiter in etwa zwei Monaten bekanntgeben.

Neben Döhler und Roder gehören Angelika Fuchs (Einsaler Walzwerke/Kassiererin), Sarah Schmidt (Stadtverwaltung Altena/Schriftführerin) und Jens Fahl (Firma Herm. Schmidt/Beisitzer) dem Vorstand an. Alle Wahlen erfolgten einstimmig, auch die Satzung fand zu Zustimmung aller Anwesenden. Damit jeder sich in dem Verein engagieren kann, wurde der Beitrag mit 36 Euro pro Jahr bewusst niedrig gehalten. Wer an einer Mitarbeit im Karrierenetzwerk Lenne interessiert ist, kann sich unter Tel. 02352/9 78 60 an Helmar Roder wenden.

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