Pop-Up-Stores ziehen Bilanz

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Norbert Bußmann sortiert die Produkte – Das Geschäft Lechtenbrink wird die zweite Phase der nicht mitmachen. - Foto: Kirsch

Altena - Seit der Eröffnung des Burgaufzugs und dem Karneval-in-Venedig-Event Ende April gibt es die Pop-Up-Stores in Altenas Innenstadt. Seit mehr als vier Wochen probieren sich die Verkäufer nun als selbstständige Ladenbesitzer und ziehen Bilanz.

„Wir wollen die zweite Phase ab August auf jeden Fall mitmachen, wenn das möglich ist“, sagte Luise Engstfeld, Mitarbeiterin bei Geschenkeideen Turner. Durch die Aufzugseröffnung gab es zu Anfang eine sehr positive Resonanz der Anwohner, seitdem sinken jedoch die Verkaufszahlen. „Es gibt Tage, da habe ich zwei Kunden im Laden, manchmal sind es aber auch 30“, so Engstfeld. Donnerstag sei immer etwas mehr los, aufgrund des Marktes. Es sei jedoch auch stark wetterabhängig. Engstfeld: „Zum Gucken kommen die Leute immer rein.“ Auch Udo Nickel will mit seinem Laden „wipp & schwung“ in die zweite Runde gehen: „Das Interesse ist groß, viele bleiben am Schaufenster stehen“, sagte der Tischler. Auch für ihn war die Eröffnungswoche positiv. Er glaubt, dass auch in Zukunft immer mehr Touristen nach Altena kommen werden und sein Geschäft auch deshalb weiterhin positiv wahrgenommen wird. Bis Ende des Jahres habe Nickel auf jeden Fall geplant, in dem kleinen Geschäft in der Lennestraße mit seiner Drehbank zu bleiben. Derzeit erledigt er viele Auftragsarbeiten. Seine neueste kreative Handarbeit ist kleiner Eierbecher aus Holz: „Ich bin auch für verrückte Ideen offen.“

Anne Rüth möchte ihren „An-Näh’s Stoffe“-Laden ebenfalls behalten. Sollte der Drahtdealer, mit dem sie sich das Ladenlokal teilt, aufhören, würden sie gerne das gesamte Geschäft übernehmen. „Vor allem die Nachfrage nach Kinderstoffen ist groß“, sagt Rüth. Sie freut sich auf die nächste Phase der Stores.

Für Möbel Lechtenbrink und auch für das Bekleidungsgeschäft Ham Clothing ist bald Schluss. Norbert Bußmann: „Das Interesse war groß, aber für unser Geschäftsmodell mit dem Verkauf von Betten war das nicht der richtige Ort.“ Lechtenbrink hatte eine Kooperation mit der Firma Woll geschlossen und Sauerland-Souvenirs verkauft. Das wurde gut angenommen, erklärte Bußmann. Die Mitbringsel werden in einem Aufsteller präsentiert, es musste laut Bußmann auch schon einiges nachbestellt werden. Mitgemacht haben sie, um frischen Ideen keinen Dämpfer zu geben.

Auch Bernadette Ebisch, die die Marke Ham Clothing in Altena an den Mann und die Frau bringen möchte, ist eigentlich zufrieden. „Mir gefällt das Flair in dem Laden gut. Das Publikum ist sehr gemischt und wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagte sie. Auch Ebisch bestätigt, dass es wetterabhängig sei, wie viele Kunden an dem Tag den Weg in ihren Laden finden. Sie wird Anfang Juni ebenfalls aufhören. Nachfolger seien bereits für beide Geschäfte gefunden, die Läden werden also nicht leer stehen.

Ein neues Geschäft öffnet hingegen Juwelier Betzler. Gemeinsam mit der Schmuckmarke Konplott werden sie unter dem Motto „Verlorene Unschuld am Gartenzaun“ ihren Pop-Up-Store gestalten. Diese Schmuck-Linie wird dann zwei Phasen lang ausgestellt werden. Sabine Schröder initiierte das Projekt und wollte zu einem gepflegteren Bild der Stadt beitragen. - von Nathalie Kirsch

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