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Aufräumarbeiten abgeschlossen

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Von: Thomas Bender

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sturmschaden
Auch am Hegenscheider mussten Bäume kleingesägt werden. © Bender, Thomas

Bis in die Nacht hinein tobte am Freitagabend Sturm Zeynep. Das führte dazu, dass in Altena weitere Straßen gesperrt werden mussten: Auch der Hemcker Weg und der Hegenscheider Weg waren in der Nacht nicht passierbar.

Am Samstag rückten der Löschzug Stadtmitte und die Löschgruppen Rosmart und Drescheid um 8 Uhr morgens zu Aufräumarbeiten aus. In erster Linie galt es, die Straßen von den umgefallenen Bäumen zu befreien. Außerdem musste am Markaner ein durch den Sturm beschädigtes Hausdach gesichert werden. Um 14 Uhr waren alle Straßen wieder frei, auch der schon nach dem ersten Sturm gesperrte Linscheider Bach.

Mark Wille von der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr sprach von einem relativ ruhigen Einsatzgeschehen. Allerdings wurden am Samstag die Strömungsretter der Gemeindefeuerwehr alarmiert, weil eine Leiche aus der Lenne geborgen werden musste.

Kreisweit 1400 Helfer im Einsatz

„Zeynep“ ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h durch den Märkischen Kreis gefegt. Umgestürzte Bäume, verwehte Gegenstände, Straßensperrungen und kurzzeitige, engräumige Stromausfälle waren die Folgen. Die Sturmbilanz im Kreis:
Sturmtief Nummer drei hat für mehr Einsätze und Straßensperrungen gesorgt als die beiden Vorgänger in dieser Woche. Bis Samstag, 12 Uhr, wurden insgesamt mehr als 450 sturmbedingte Einsätze gezählt. Zum Vergleich: Am Mittwoch und Donnerstag waren es knapp 200. Es gab zahlreiche umgestürzte Bäume, verwehte Gegenstände und mehr als 20 Straßensperrungen in der Spitze. Auf der Werdohler Straße in Lüdenscheid waren am Freitagabend kurzzeitig zwei Busse der MVG zwischen Bäumen eingeschlossen. Die gute Nachricht: Verletzt wurde niemand.

Bewährtes Einsatzkonzept

Kreisbrandmeister Michael Kling aus der Stabstelle im Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum (BRZ) Rosmart zieht Bilanz eines unruhigen Abends: „Im Kreisgebiet ist der Wind am Freitag ab 16 Uhr deutlich aufgefrischt. Zwischenzeitlich war es dann mal etwas ruhiger, ehe der Sturm ab 20 Uhr deutlich an Stärke zunahm. Zwischen 20 und 21 Uhr gab es dann auch die meisten Einsatzmeldungen. Nach 22 Uhr beruhigte sich die Situation merklich.“ Klings Resümee: „Es war ein herausforderndes, aber kein dramatisches oder katastrophales Szenario.“
Im BRZ erfolgte gemeinsam mit der Kreisleitstelle (zehn Disponenten) der Informationsfluss an die Feuerwehren und die Koordination der Einsätze. „Die Einsatzleitung ist in kommunaler Hand geblieben. Dieses Konzept und diese Stabsstruktur haben sich auch diesmal wieder hervorragend bewährt. Die sehr gute Zusammenarbeit der Feuerwehren macht sich bezahlt und hat sich etabliert,“ sagte Kling.

Lennehochwasser bleibt aus

Insgesamt 1 400 Kräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen (Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst und Arbeiter-Samariter-Bund) waren im Einsatz. Bei den Vorgänger-Stürmen in dieser Woche waren es noch knapp 800. Bis voraussichtlich Dienstag kann es weiterhin zu Sturm- und vereinzelt auch zu Orkanböen im Märkischen Kreis kommen. Daher sollte man weiterhin die Wälder meiden. Das zunächst befürchtete Lennehochwasser trat nicht ein: Am Sonntagmittag stand der Pegel bei zwei Metern und damit weit unter der kritischen Marke.

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