Kontakt mit den Tieren kann im Pflegeheim viel bewirken

Zehn Jahre Hundebesuchsdienst

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Wenn Ben kommt, blühen viele Bewohner des Ellen-Scheuner-Hauses förmlich auf: Der Hundebesuchsdienst des DRK ist regelmäßiger Gast in der Pflegeeinrichtung.

Altena - Die Freude war groß, als die sechs Hunde des DRK-Besuchsdienstes kürzlich ins Ellen-Scheuner-Haus kamen. „Hunde können hier viel bewirken“, weiß Organisatorin Anke Hohage. Sie ist seit der Gründung der Gruppe – in diesem Monat sind es bereits zehn Jahre – dabei.

Einmal im Monat besucht sie gemeinsam mit einigen freiwilligen Helfern und deren Hunden die Bewohner der Altenhilfeeinrichtung. „Das sind alles private Hundebesitzer – die Tiere müssen natürlich sehr umgänglich sein“, weiß Hohage. Mit den Hunden Ben, Lena, Jule, Fynn, Lucky und Pucki ging es dann Freitag durch die Räume des Ellen-Scheuner-Hauses. Bei der Aktion stehe vor allem der Kontakt im Vordergrund: „Wir gehen auf einzelne Wohneinheiten. Die Bewohner streicheln und füttern die Tiere“, sagte Hohage.

Kunststücke

Einige Besitzer führten sogar kleine Kunststücke mit den Hunden auf. „Es ist toll, viele der Bewohner blühen dann richtig auf“, sagte Hohage. Die Nähe zu den Tieren entspanne sie. In zehn Jahren habe die Organisatorin bereits einige sehr emotionale Momente erlebt. Vor allem habe sie gesehen, was die Begegnung von Mensch und Tier ausmachen könne: „Einer unserer Hunde ist mal in ein Zimmer gelaufen. Als wir hinterherkamen, fütterte die Bewohnerin ihn mit reichlich Schokolade. Das war schlecht für das Tier, aber die Frau quasselte vor Freude wie ein Wasserfall auf den Hund ein.

Reden wie ein Wasserfall

Ich weiß noch, wie perplex die Pflegeleiterin war – denn die Bewohnerin hatte seit vier Wochen kein einziges Wort gesprochen.“ Diese Momente seien es, die die Arbeit in den Einrichtungen so besonders und wichtig machten. Ebenso sei es aber oft sehr schwer für die Helfer: „Es kann belastend sein“, weiß Hohage. Die Nähe zu den Menschen sei emotional und manche Begegnungen und Fälle schwer. Umso dankbarer ist die Organisatorin für die vielen Helfer, die sich mit ihren Hunden der Gruppe angeschlossen haben. „Wir suchen auch immer wieder Leute, die mit ihren Tieren mitmachen“, betonte Hohage.

Neue Hundefreunde gesucht

Die Hunde sollten nur robust sein, vor allem im Kontakt mit den Menschen. „Eine Streicheleinheit kann da versehentlich auch mal etwas kräftiger werden – das sollte dem Hund nichts ausmachen.“ Es sei aber kein Problem, sich die Gruppe erst mal anzusehen und auszutesten. Interessierte können sich an Anke Hohage wenden: Tel. 0176/55612490.

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