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Drastische Verbesserung: Zahl der Arbeitslosen sinkt um gut 20 Prozent

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Von: Maximilian Birke

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Agentur für Arbeit
Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt hat in Werdohl bereits im Februar eingesetzt und für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gesorgt. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Altena seit Januar konstant. Es zeichnet sich nur ein leichter Rückgang ab. Laut Mitteilung der Agentur für Arbeit waren im Februar 615 Personen ohne Job – drei Personen (-0,5 Prozent) weniger als im Januar.

Altena/Nachrodt - „Nicht immer sind die Ergebnisse im Februar so positiv wie in diesem Jahr. Der milde Winter sowie die Corona-Lockerungen tragen zu einer konjunkturellen Verbesserung bei und sorgen für einen erhöhten Bedarf an Arbeitskräften“, erklärt Sandra Pawlas, Chefin der auch für Werdohl zuständigen Arbeitsagentur Iserlohn. „Die sinkenden Arbeitslosenzahlen können auf eine zeitig einsetzende Frühjahrsbelebung hinweisen.“

Unter den Altenaern, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 241 Frauen und 374 Männer. 116 Ausländer sind ohne Arbeit. 48 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 171 Arbeitslose 55 Jahre und älter.

Da die Gesamtzahl der Erwerbspersonen in Altena unter 15 000 liegt, wird keine Arbeitslosenquote bekannt gegeben. Dasselbe gilt auch für die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Dort ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich stärker, nämlich um 4,6 Prozent zurückgegangen. 167 Personen waren im Februar ohne Job.

Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies acht Personen (-4,6 Prozent) weniger. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen damit um 19 Personen. Damals waren 186 Nachrodt-Wiblingwerder ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei minus 10,2 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 73 Frauen und 94 Männer. 40 Ausländer sind ohne Arbeit. Elf der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 65 Arbeitslose 55 Jahre und älter.

Auch kreisweit ging die Zahl der Arbeitslosen zurück. 14 205 Männer und Frauen waren im Februar arbeitslos, 307 Personen weniger als im Vormonat (-2,1 Prozent) und 16,9 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote ging im selben Zeitraum um 1,2 Prozentpunkte auf noch 6,3 Prozent zurück.

Ebenfalls positiv: Auch die Langzeitarbeitslosigkeit hat sich kreisweit im Februar reduziert. 6522 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,6 Prozent (5776 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 163 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl dieser Arbeitslosen um 662 Personen.

Der Stellenmarkt im Kreisgebiet gewinnt weiter an Fahrt. So meldeten Unternehmen aus der Region im Februar 1371 sozialversicherungspflichtige Stellen (+366 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5 389 offene Stellen, 304 mehr als im Vormonat und 1723 mehr als im Vorjahresmonat.

Obwohl die Corona-Pandemie im Februar bereits zwei Jahre lang den MK-Arbeitsmarkt prägte, bleibt Sandra Pawlas zuversichtlich. Der Arbeitsmarkt im Kreis habe sich trotz der Lockdowns und Liefermängel robust gezeigt. Die pandemiebedingten Veränderungen seien bis heute schon weitestgehend wieder aufgefangen worden.

„Jahreswerte der Arbeitslosigkeit zeigen uns unabhängig von saisonalen Effekten in den vergangenen Monaten einen schrittweisen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Wir nähern uns wieder dem Vor-Corona-Niveau“, so Pawlas. Die Ergebnisse von 2019 sind zwar noch nicht ganz wieder erreicht, „aber in Anbetracht der auch im Februar gesunkenen Anzahl von Arbeitslosen, blicken wir angesichts der politischen Situation verhalten optimistisch in die erste Jahreshälfte“.

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