Wunderbares Konzert des Jugendsinfonieorchesters

Martin Theile gehörte am Sonntagabend zu den Dirigenten, die in der Aula zum Taktstock griffen. - Foto: Krumm

ALTENA -  Mit viel Musik, einem Rückblick auf die erfolgreiche Arbeit, zahlreichen Besuchern und einer stattlichen Geburtstagstorte feierte das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Lennetal am Sonntag sein 20-jähriges Bestehen.

Musikschullehrer Sebastian Hoffmann führte in der ZRG des Burggymnasiums durch das Programm „Das Beste aus 20 Jahren Jugendsinfonieorchester“.

Anhand der gespielten Werke führte Hoffmann in die Geschichte des Ensembles ein, das er selbst zusammen mit Stefan Köhler 1993 gegründet hatte. „Finlandia“ von Jean Sibelius, mit dem das Orchester das Programm eröffnete, war damals eines der ersten gespielten Stücke. Ein wenig zu kämpfen hatte das Orchester mit dem 4. Satz von Robert Schumanns Sinfonie Nr. 4 d-Moll, der ersten Sinfonie, an die sich die Musiker einst gewagt hatten.

Neben Andreas Regeling und Martin Theile dirigierte ein „Eigengewächs“ des Orchesters die zumeist jungen Musiker. Andrea Waesch brachte es von der Geigenschülerin zur Lehrerin und nun sogar zur Dirigentin. Sie leitete das Orchester unter anderem bei Yirumas „The River flows in you“ – einem Stück, das beim Orchester sehr beliebt sei, erklärte Sebastian Hoffmann.

Nach diesem Werk war das Orchester warmgespielt und lief zu großer Form auf: Für die Orchesterbearbeitung von Isaac Albeniz’ „Asturias“ gab es erstmals stürmischen Beifall. Damit war den klassischen Kompositionen Genüge getan, und die von vielen „Ehemaligen“ unterstützten Musiker konnten sich vor allen populären Filmmusiken zuwenden: Howard Shores’ „The Lord of the Ring“, Hans Zimmers „Gladiator“, Klaus Badelts „Fluch der Karibik“ und einem James-Bond-Medley zwischen „Gold Finger“ und „Live and let die“.

20 Jahre Jugendsinfonieorchester der Musikschule Lennetal

Aus besonderem Anlass wurde die Zugabe, „Lord of the Dance“, bereits im Hauptprogramm gespielt. Der Anlass war ein trauriger: Sebastian Hoffmann erinnerte vor dem als Zugabe gespielten, ruhigen „The Rose“ an den Plettenberger Musikschullehrer Wilfried Wagener, der kürzlich bei einem Motorradunfall 53-jährig ums Leben kam.

Doch nach diesem besinnlichen Moment überwog am Ende die Feierstimmung: Dr. Anne Hermes und Jürgen Christofzik überreichten als Vertreter des Fördervereins eine große Torte. Symbolisch stand sie für ein großes Geburtstagsgeschenk des Fördervereins, der dem Orchester zu seinem 20. Geburtstag einen Kontrabass spendierte.

In seiner Geschichte des Klangkörpers hatte Sebastian Hoffmann deutlich gemacht, dass das Orchester 2002 wegen der klammen Finanzen der beteiligten Kommunen vor seiner Auflösung stand. Der Förderverein sprang da ein, wo die öffentlichen Mittel nicht ausreichten. Hoffmann wünschte sich bei einem Ausblick vor allem eines: „In 20 Jahren feiern wir den 40. Geburtstag – wenn uns die Politik in Ruhe lässt.“ - Thomas Krumm

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