Wolfgang Puschmann platzt der Kragen: „Das macht man einfach nicht!“

Schickes Brautkleid mit stinkendem Hundekot ruiniert

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Auch wenn es auf diesem Button witzig aussieht: Hundedreck gehört weder in öffentliche Parks, noch in die Innenstadt oder auf gepflasterte Flächen. Doch auch in Altena gibt es immer wieder Ärger mit den stinkenden „Tretminen“

Altena - Für Wolfgang Puschmann, den stadtbekannten Mitarbeiter der Fritz-Berg-Stiftung, ist „das Maß voll.“ Täglich beobachtet er zahlreiche Hundehalter, die mit ihren Vierbeinern den Park der Burg Holtzbrinck besuchen und dabei „stinkende Tretminen“ hinterlassen.

„Das macht man einfach nicht!“, ereifert sich der Altenaer. Erst kürzlich wurde er Zeuge, wie eine frisch vermählte Frau im schicken weißen Brautkleid beim Fototermin auf dem Rasen des Parks in eine solche Hinterlassenschaft trat und „nur noch geweint hat.“ Denn: Mal eben das Kleid wechseln kam an einem solchen Tag wohl nicht infrage. 

Joachim Protzer vom Ordnungsamt ist die Problematik Hundehaufen „gut bekannt.“ Es sei aber ein Problem, Hundehalter zur Rechenschaft zu ziehen. „Meistens sind die schnell auf und davon“, so der kommissarische Ordnungsamtschef. 

Wenn ein Außendienstmitarbeiter aus dem Rathaus aber mal jemanden antreffe, gebe es viele Ausreden und Ausflüchte.

Wolfgang Puschmann zeigt mit dem Finger auf Hundehaufen.

„Schön ist das nicht, das wollen wir nicht beschönigen.“ Und teuer werden kann es auch. Fällig sind bei nachgewiesenen „Kotattacken“ „mindestens 25 Euro Bußgeld“, sagt Protzer. 

Dominic Aladag, Geschäftsmann aus der Lennestraße und selbst Halter eines Boxers, führt immer graue Kot-Tüten bei sich. „Ich beseitige eventuelle Hinterlassenschaften immer sofort. Das geht doch gar nicht“, kennt er auch zahlreiche Fälle, wo sein Geschäft oder der Vorraum von Hunden als Toilette genutzt wurde. 

Ein Reisebüro in der City hat jetzt seine „Empfehlungen“ in Schildform an Hundehalter wieder abgehängt. „Wir haben den Eindruck, es setzt ein Umdenken ein“, hieß es. 

Vielleicht wären Hundekotbeutel-Automaten - so, wie es sie in vielen anderen Städten gibt - eine gute Alternative?

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