Abschied und Neubeginn im Caritasverband

Hans-Werner Wolff verlässt nach elf Jahren den Caritasverband Altena-Lüdenscheid. Ihm folgt Stefan Hesse (rechts).

Altena - „Ihr Herz hat für die Menschen, für die Caritas, gebrannt. Auch wenn sie ganz sicher eher kein Mann der leisen Worte waren, mit einem Lächeln, mit Humor und Menschlichkeit, haben sie hier bei uns viel bewegt.“ So würdige Landrat Thomas Gemke den scheidenden Caritas-Direktor des Kreisdekanates Altena-Lüdenscheid, Hans-Werner Wolff.

Seinem Nachfolger im Amt, Stefan Hesse, streckte Gemke bei einem Abschiedsempfang im Pfarrheim St. Matthäus beide Hände für eine gute Zusammenarbeit entgegen. „Sie treten in große Fußstapfen. Finden Sie Ihren eigenen Weg in einem gut bestellten Haus.“ Dem Empfang vorangegangen war ein Gottesdienst in der Pfarrkirche.

Emotional, nachdenklich, bisweilen auch sehr humorig gingen die verschiedenen Redner auf den gebürtigen Gelsenkirchener ein. Er stand elf Jahre an der Spitze der Caritas. Immer wieder nahmen sie dabei Anleihen beim Fußball. Denn Wolff hatte aus seiner Liebe zu Schalke 04 nie einen Hehl gemacht. Entsprechend schmückten weiße Rosen und S04-Schildchen die Tische im Pfarrsaal. Doch auch Hesse wurde nicht vergessen. Es fanden sich auch Vereinsembleme seines Lieblings-Clubs, der Borussia aus Mönchengladbach, im Saal.

Abschied von Caritas Direktor Hans-Werner Wolff

In Anwesenheit von Generalvikar Klaus Pfeffer, Essen, dem Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, Klaus Majoress, aber auch hochrangigen Vertretern von Caritas und Paritätischen Wohlfahrtsverbänden, zeichnete alle Redner von Wolff das Bild eines zupackenden, vielleicht nicht ganz einfachen, aber stets „fairen, offenen und kampfbereiten“ Streiters für Menschen in Notlagen. Ihm sei es gelungen, „in nicht einfachen Zeiten“ oft wie ein Rufer in der Wüste, ein unbequemer Mahner, aufgetreten zu sein.

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein sprach für elf Amtskolleginnen und -Kollegen im Einzugsbereich der Dekanatscaritas und sagte: „Sie haben zu uns gepasst! Wir lassen Sie ungern ziehen.“ Er persönlich habe das wehrhafte Kämpfen für Menschen in Not genauso geschätzt, wie „das Streiten mit offenem Visier.“ Ob Kreisdechant oder Superintendent, ob Vorsitzender des Caritasrates oder Sabine Röhrbein als Sprecherin der Mitarbeitervertretung: Sie alle attestierten Wolff „für den Menschen da gewesen zu sein im Auftrag Jesu Christi.“

Nachfolger Stefan Hesse hießen alle willkommen, legten ihm ans Herz, die Caritas in ihrer engen Verbindung zur Kirche quasi als deren dritte Säule zu sehen.

Wolff selbst war in seiner Abschiedsrede sichtbar gerührt und musste sich - für ihn ungewohnt - an sein Rede-Manuskript halten. Tenor seiner Worte: „Danke an alle. Ganz besonders an das Team, ohne das alles nicht möglich gewesen wäre.“

Stefan Hesse sprach von der Vorfreude „auf ein gut bestelltes Arbeitsfeld.“ Hochsprung sei nicht seine sportliche Fachdisziplin, meinte er in Anspielung auf die großen Fußstapfen seines Vorgängers. Aber er versprach „wach zu sein für die Not der Menschen. Ich möchte ganz nah dran sein.“

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