Bochumer Architektin arbeitet an Ideen

 Top-Lage in der Innenstadt: Große Pläne für altes Postamt im MK

Das alte Postamt an der Kirchstraße soll künftig ein Ort zum Leben, Arbeiten und Genießen werden.
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Das alte Postamt an der Kirchstraße soll künftig ein Ort zum Leben, Arbeiten und Genießen werden.

Am liebsten würde sie im Sommer mit den Umbauarbeiten anfangen. Es liegt eine spannende Aufgabe vor Architektin Birgitt Gottowik-Höfling aus Bochum. Sie ist damit beauftragt, das ehemalige Postamt an der Kirchstraße einer ganz neuen Nutzung zuzuführen.

Altena – Natürlich ist sie noch in der ersten Phase der Planung, aber es fallen bereits Stichworte, was künftig in der alten Post passieren soll: Wohnungen, Büros und „kleine Läden“. Das alles mitten im Zentrum in einem Gebäude, das sich mit seiner prachtvollen Fassade wahrlich sehen lassen kann. Ein Aushang an der mächtigen Tür verspricht für die Zukunft: „Wohnen und Arbeiten im exklusiven, denkmalgeschützen Ambiente. Wohnflächen, je Einheit etwa 150 Quadratmeter, Büroflächen, etwa 165 Quadratmeter, und Gewerbekleinflächen im Erdgeschoss.“

Voller Tatendrang

Das klingt nach einem Plan. „Ich bin voller Tatendrang“, versichert Birgitt Gottowik-Höfling. Die Diplom-Ingenieurin ist seit mehr als 30 Jahren auf dem Immobilienmarkt tätig. Darüber hinaus gibt es weitere Gedankenspiele für das Postamt: Sie drehen sich zum Beispiel um Mehrgenerationenwohnen mit Betreuung und um hochwertige Gastronomie. Es gibt auch Überlegungen, die Terasse und den Innenhof zu nutzen, vielleicht mit einem Käse- und Weinladen kombiniert. „Man könnte nach einem Ausflug zur Burg dort sitzen und den Ausklang des Tages genießen“, denkt die Architektin laut nach. Aber „ich muss erst noch einiges recherchieren“. Klar ist für sie: Wenn das Projekt erfolgreich sein soll, gelte eine wichtige Prämisse: „Wir müssen uns absetzen.“ Klasse statt Masse.

Viel Platz für große Pläne ist auf jeden Fall vorhanden. Es geht um eine Geschossfläche von rund 3000 Quadratmetern. Der Postbetrieb im Gebäude endete 2008. Zugleich nahm die Postagentur Tenne an der Kirchstraße 14 den Betrieb auf. Das alte Postamt gehörte bis Oktober 2020 einer Immobiliengesellschaft in Schwelm, die das Gebäude 2019 über einen Makler zum Kauf angeboten hatte – für knapp eine Million Euro. Im Oktober 2020 kaufte ein auswärtiger Investor das alte Postamt.

Gespräche vor Ort

Die Grundzüge ihres Vorhabens hat deren Architektin bereits vor Ort in einem Gespräch mit dem Bauamt und der Unteren Denkmalbehörde vorgestellt. Die Immobilie steht unter Denkmalschutz. Die Genehmigungen würden sich nun wohl eine Weile hinziehen. Ein Bauantrag ist noch nicht gestellt. Grundsätzlich, sagt Birgitt Gottowik-Höfling, wolle man an dem historischen Gebäude natürlich möglichst wenig verändern, insbesondere nicht an der prachtvollen Fassade oder der Haupteingangstür. Allerdings müsse wohl ein Schmied mit Ausbesserungsarbeiten beauftragt werden, denn Schäden sind nicht zu übersehen. Das Gebäude war zuletzt noch Sitz eines Steuerberaters – die Kanzlei wurde aufgegeben – und des Nachhilfe-Studienkreises. Der werde aber auch ausziehen, kündigt die Architektin an.

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