Woche der Feuerwehr: Landtagsabgeordneter besucht Altenas Wache

„Wir werden geschubst, gestoßen und manchmal sogar angespuckt!“

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Thorsten Schick MdL mit den Wehrleuten Timo Rode, Markus Honert, Nadine Fritsch und Meike Stoßberg (v.l.) Hinten: Roland Schulte und Martin Althaus

Altena -  Angriffe auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte gibt es auch in Altena. Diese ernüchternde Erkenntnis nahm gestern Thorsten Schick, heimischer CDU-Landtagsabgeordneter, mit nach Düsseldorf. Und den dringenden Wunsch der Wehrleute gleich dazu: „Gesetze, die für uns Eigenschutz bedeuten, sollten auch angewandt werden!“

Schick besuchte im Rahmen der von seiner Landtagsfraktion ausgerufenen „Woche der Feuerwehr“ die Wehrleute in Altena. Und das, was er zu hören bekam, dürfte ihm nicht immer gefallen haben. Denn auch im heimischen Raum, also dem „viel zitierten Land“, gibt es Übergriffe gegen Helfer. „Wir werden geschubst, gestoßen, manchmal sogar von Personen, denen wir helfen wollen, angespuckt“, berichtete beispielsweise Brandmeisterin Meike Stoßberg. Und ein weiterer Blaurock fügte bitter an: „Mir hat ein Mann beim Einsatz meine Brille zerdeppert. Der Staatsanwalt hat das Verfahren später wegen Geringfügigkeit eingestellt. Mein Dienstherr, die Stadt Altena, hat mir geraten, doch eine billigere Brille beim Einsatz zu tragen. Ich bin auf den Kosten sitzen geblieben, denn auch im Zivilverfahren war bei der Person nichts zu holen...“ Dinge wie diese dürften sich nicht wiederholen, meinte Schick. Er erinnerte an neuerliche Gesetze, sagte aber auch selbstkritisch: „Notfalls müssen wir Gesetze noch mal ändern. Vielleicht können wir sogar vom Ausland lernen.“ Von Problemen beim Absperren von Unfall- oder Brandstellen, vom Filmen der Helfer und ihrem Tun und vielem mehr, wurde Schick berichtet. Und auch, dass Uniformierte, also Polizeibeamte, öfters helfen müssten, Ordnung zu schaffen. „Wir selber schreiben zwar auch Dinge auf, aber der ganze Papierkram ist unsäglich. Und am Ende stellt der Staatsanwalt ein“, hieß es noch mal. Schick ließ sich die Räumlichkeiten zeigen, sprach auch über Besoldung, Aufstiegsmöglichkeiten und Lehrgänge. Was den Umbruch in Altenas Wache angeht, zeigte er sich gut informiert. „Heute möchte ich auch einmal Dank sagen“, sagte er zum Abschluss seiner zweistündigen Besprechung. „Was Sie leisten, verdient unseren vollen Respekt.“

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