Viel Geld für Kinder in Not

Die Ausgaben für die Jugendhilfe steigen seit Jahren – „wir beobachten die Entwicklung mit Sorge“, sagte Stadtkämmerer Stefan Kemper.
+
Die Ausgaben für die Jugendhilfe steigen seit Jahren – „wir beobachten die Entwicklung mit Sorge“, sagte Stadtkämmerer Stefan Kemper.

4,2 Millionen Euro gibt die Stadt im laufenden Jahr für „Hilfe für junge Menschen“ aus. Allein drei Millionen Euro werden dafür gebraucht, die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und anderen stationären Einrichtungen zu finanzieren. Ambulante Hilfen kosten 400000 Euro. Diese Zahlen nannte die Verwaltung während der Etatberatung im Jugendhilfeausschuss.

Altena – Für die Prophylaxe bleibt da nicht mehr viel übrig: 107 000 Euro schießt die Stadt zu Beratungsstellen wie der Erziehungsberatung bei der Caritas zu, für „Altena früh am Ball“ als eine Art „Frühwarnsystem“ für junge Familien stehen 45 000 Euro im Etat. Dieser Dienst beinhaltet Hausbesuche bei frischgebackenen Eltern und sei deshalb zu Zeiten von Corona nur sehr eingeschränkt zu leisten, erklärte Agnes Goniwiecha (Abteilungsleiterin Jugend und Soziales) auf Anfrage von Judith Köster von den Grünen.

Ausgaben steigen seit Jahren

Die Ausgaben für die Jugendhilfe steigen seit Jahren – „wir beobachten die Entwicklung mit Sorge“, sagte Stadtkämmerer Stefan Kemper. Mit ein Grund dafür seien Zuzüge: Mietet sich eine Familie, deren Kinder im Heim leben, in Altena ein, dann muss automatisch die Stadt Altena die Heimkosten tragen. Elf solcher Fälle habe es im Jahr 2020 gegeben, allein die hätten 500 000 Euro gekostet, schilderte Kemper.

Eigentlich sollte dieser Teil des Haushaltes im vergangenen Jahr im Zuge der Haushaltssanierung durchleuchtet werden. Das fiel aber Corona zum Opfer. Allerdings habe die Gemeindeprüfungsanstalt die Ausgaben für Jugendhilfe im Zuge einer überörtlichen Prüfung unter die Lupe genommen. Dabei sei herausgekommen, dass sie im Schnitt vergleichbarer Städte liegen. Es gebe im Prüfbericht aber „durchaus interessante Hinweise“, mit denen sich der Ausschuss demnächst befassen müsse, sagte der Kämmerer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare