„Es wird ein drittes Mittelalterfest geben“

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Bürgermeister Hollstein ist sich sicher: „Es wird ein drittes Mittelalterfest geben“.

ALTENA ▪ Mittelalterliche Gewandung wird Trend – zumindest in Altena. Dieser Meinung war Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, als er freudig verkündete: „Beim Mittelalterfest waren 24 500 zahlende Besucher.“

Insgesamt ging Hollstein sogar von rund 30 000 Gästen von nah und fern aus. Alle Kinder, die aufgrund ihrer Körpergröße unter Schwertmaß kostenlos auf das Gelände kamen, seien genauso wenig berücksichtigt, wie der ein oder andere Besucher, der über den Zaun geklettert sei. „2009 hatten wir 18 800 zahlende Besucher, das ist eine tolle Steigerung“, so Hollstein weiter. Das Fest sei erneut eine hervorragende Werbung für die Stadt gewesen, zumal alles gut geklappt habe. „Die Feinabrechnung steht aus, aber es wird auf jeden Fall ein drittes Mittelalterfest geben“, kündigte das Stadtoberhaupt an.

Parkplatzsituation am Limit

„Wir waren am Limit“, stellte Rainer Hoffmann vom Ordnungsamt mit Blick auf die Parkplatzsituation fest. Es sei aber nur ein Auto am Klusenstraße abgeschleppt worden, weil es einen Rettungsweg blockierte. „Wir waren tolerant“, meinte Hoffmann. „Die Verkehrskadetten waren spitze und auch die Schüler haben ihre Aufgabe super gemacht“, lobte der Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Der Verkehr sei gut zu den Parkflächen geleitet worden, der Shuttle-Service habe funktioniert. Als einzige Verbesserungsmöglichkeit fällt Hoffman ein, mehr Hinweisschilder aufzustellen: „Damit auch wirklich jeder ohne großartiges Suchen schnell einen Parkplatz findet.“

Suche nach Kindern

Obwohl sich Samstag und Sonntag jeweils über 10 000 Besucher in der Stadt aufhielten, war die Polizei nur wenig im Zusammenhang mit dem Mittelalterfest im Einsatz. Zwei Kinder – für wenige Minuten auf der Promenade verloren geglaubt – konnten nach kurzer Zeit wieder an ihre Eltern übergeben werden. Für Freitagnacht notierte die Polizei einen Einbruch in das Fahrzeug eines Händlers an der Fritz-Thomee-Straße: Es wurde ein Laptop entwendet. Samstagabend rückten die Beamten drei Mal zu Ruhestörungen aus, weil Besucher nach Marktende in der Innenstadt weiterfeiern wollten. „Es ist erfreulich, dass es auf dem Festgelände über die gesamte Zeit keine Diebstähle, Körperverletzungen oder sonstige Gewaltdelikte gegeben hat“, stellte Matthias Radke von der Wache Altena fest.

Pflaster und Verbände

Ähnlich zufrieden schauten Feuerwehr und Sanitätsdienst auf das Spektakel zurück. Wachabteilungsleiter Günter Brockhagen meldete: „Keine besonderen Vorkommnisse.“ Alexander Fischer, Leiter des Einsatzes für das Rote Kreuz, zählte sogar weniger Einsätze als im Vorjahr: „Es gab kleinere Versorgungen mit Pflastern und Verbänden vor Ort. Außerdem mussten nur drei Personen – unter anderem wegen Kreislaufbeschwerden – ins Krankenhaus gefahren werden.“ 2009 sei das neun Mal nötig gewesen. ▪ pia

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