Dank an die Helfer in Altena-Evingsen

Große Hilfsbereitschaft bei der Suche: Das sagt die Familie des Vermissten

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Mehr als 800 halfen bei der Suche. Leider vergeblich.

Altena - Die Hilfsbereitschaft war riesig: Mehr als 800 Menschen beteiligten sich an der Suchaktion für den vermissten Mann aus Evingsen. Die Familie war überwältigt. Doch die Hoffnung schwindet. Auch bei der Polizei.

"Wir danken allen Helfern sehr herzlich. So ein Zuspruch tut in so schwerer Zeit einfach gut“, sagte Susanne Roder, Tochter des seit dem 11. Februar vermissten 75-Jährigen. Sie sprach auch im Namen ihrer Mutter Ellen (78). Die Familie des Mannes aus Evingsen hatte für Samstag zu einer Suchaktion aufgerufen. Die Hilfsbereitschaft war enorm: Fast 900 Menschen kamen.

Mehr als 800 Menschen suchen nach vermisstem Evingser

„Wir sind einfach fix und fertig. Und auch sprachlos. Es haben so viele geholfen, darunter Personen, die wir nicht einmal kennen, das gibt Kraft. Jetzt können wir nur noch hoffen“, sagte Susanne Roder. Denn es fehlen neue Hinweise.

Polizei startet keine Suche mehr

"Wir haben im Moment keine neuen Ermittlungsansätze. Das müssen wir leider einräumen, so traurig das ist“, sagt Kreispolizeisprecher Marcel Dilling. Die Polizei setzt jetzt ein wenig auf Kommissar Zufall, „Spuren und Hinweise eben, die uns weiter bringen könnten. Selbst starten wir keine neue Suchaktion mehr.“ Auch nicht per Hubschrauber, wie Dilling erklärte. Das mache keinen Sinn. 

Vermissten-Fall: Dubioser "Seher" meldet sich zu Wort

„Leider haben wir hier ein sehr dicht bewaldetes Gebiet. Wenn dann mit Wärmebildkameras gesucht wird, hat man in den ersten Stunden und Tagen noch die größten Chancen, Signaturen aufzunehmen.“ Man müsse sich vorstellen, dass auch so ein Hightech-Gerät „keine Röntgenaugen“ besitze. „Die Kameras haben ihre Grenzen, die können nicht durch dichte Wipfel bis auf den Boden schauen.“

Familie dankt den Helfern

Helmar Roder hatte am Samstag maßgeblich die große Suchaktion organisiert und mit Alexander Fall, dem Chef der örtlichen Polizeistation, geleitet. Er fand ebenso wie seine Frau deutliche Dankesworte für die Helfer und war ebenfalls tief bewegt, wie sehr die Menschen Anteil nahmen am Schicksal seines Schwiegervaters.

Die professionellen Suchhunde der Hundestaffel Märkisches Sauerland und Südwestfalen liefen am Samstag übrigens frei durch ihre Suchgebiete. Anders als bei Fährtensuchhunden sind sie besonders geschult, jede Witterung von Menschen aufzunehmen, die sie zuvor etwa durch Kleidungsstücke aufgenommen haben.

Hund schlug in Höhe Elfenohren an

Zwar schlug ein Golden Retriever in Höhe Elfenfohren mehrmals an, doch leider brachte auch hier eine noch intensivere Suche keine weiteren Erkenntnisse. Alexander Fall hatte schon die Mutmaßung geäußert, dass der vermisste Senior im Wald möglicherweise einem internistischen Notfall erlitten hat.

Marcel Dilling: „Als Polizei gehen wir weiter jedem Hinweis nach.“

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