Mehr Kindergartenplätze und den Lennepark voranbringen

"Wir brauchen Rosmart 2.0" - Bürgermeisterkandidat will mit Augenmaß an Planung gehen

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Nicht für die CDU, sondern für Altena: In seinem Videoclip vermeidet Uwe Kober die Nennung seiner Parteizugehörigkeit.

Altena - Ohne Schlips und im kurzärmeligen Hemd – so präsentiert sich Uwe Kober in einem etwa fünfminütigen Videoclip. Ohne Schlips im kurzärmeligen Hemd trat er am Mittwochabend auch vor seine Parteifreunde – „Anpacker“ sei der CDU-Bürgermeisterkandidat, hatte Helmar Roder vorher schon gelobt.

„Ich bin motiviert und freue mich auf die Aufgabe“, sagte Kober in seiner Bewerbungsrede, in der immer wieder das Wort „Gemeinschaft“ fiel. Damit meint der Kandidat bei weitem nicht nur die CDU, sondern die gesamte Stadt: Nur wenn alle mitmachen, geht es voran – das ist Kobers Kernbotschaft. Und diesen Prozess will er moderieren – so wie er das bei seinen politischen Ziehvätern Andreas Hollstein und Uwe Scholz gelernt hat: „Wir haben diskutiert und dann zu unserer Linie gestanden und sie nach außen vertreten“.

In der Innenstadt mehr Kindergartenplätze schaffen, den Lennepark voranbringen – das sind inhaltliche Forderungen des Kandidaten. Der Lennetalradweg müsse endlich weitergebaut werden – „der Radtourismus kann ein wichtiges Standbein für Altena werden“. Kober setzt auch darauf, dass die Burgstadt für Dortmunder und andere Bürger des Ruhrgebietes noch interessanter werde, wenn endlich der IC durchs Lennetal fahre. Dann seien Pendler in 25 Minuten in Dortmund, schwärmte er und berichtet aus seiner beruflichen Praxis, dass Immobilien in Altena von Bürgern des Ruhrgebietes schon jetzt gut nachgefragt seien. Auch die gute Versorgung mit Kindergartenplätzen und eine Schullandschaft, in die in den vergangenen Jahren viel investiert worden sei, machten die Burgstadt für auswärtige Familien attraktiv, argumentierte Kober.

Wohnen allein reicht nicht, es muss auch Arbeitsplätze geben – für den Gewerbepark Rosmart sei die Politik lange gescholten worden, inzwischen sei das Gewerbegebiet voll. Dort hätten auch Global Player gebaut, „die sonst abgewandert wären“, sagte der CDU-Kandidat und sprach sich für die angedachte Erweiterung aus, wenn die ökologisch vertretbar sei: „Wir brauchen Rosmart 2.0, müssen aber mit Augenmaß an die Planung gehen“.

Zwei Mammutaufgaben seien in der kommenden Legislaturperiode anzugehen, sagte der Kandidat und meine damit die Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans und die Sanierung der Itani- Brachen. Auch deshalb komme ein weiterer Abbau vom Rathauspersonal für ihn nicht in Frage. Zur Verwaltung merkte Kober auch an, dass die Corona-Pandemie gezeigt habe, welch großen Nachholbedarf die Bürokratie in Sachen Digitalisierung habe. Ziel müsse es sein, viel mehr Vorgänge als bisher online erledigen zu können.

Kober blickte auch kurz auf die vergangenen Jahre zurück: Die Konsolisierung der Stadtfinanzen habe Fortschritte gemacht, seit fünf Jahren seien die Haushalte ausgeglichen. Allerdings werde sich die finanzielle Situation wohl wieder verschärfen: Er kenne Firmen, bei denen wegen der Pandemie 90 Prozent der Aufträge weggebrochen seien, sagte Kober – „das halten die nicht lange durch“.

Nicht nur für Uwe Kober gab’s Applaus, sondern auch für dessen lobende Worte in Richtung von Dr. Andreas Hollstein: Er habe vieles erreicht und die Burgstadt nachhaltig geprägt. Lenneterrassen und Burgaufzug seien zu wahren Meilensteine in der Stadtentwicklung geworden.

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