Mit dem Zechbrief geht das Feiern leicht von der Hand

Wer sich im Scriptorium den Zechbrief des Mönchs hatte ausstellen lassen, der durfte ungestraft so viel Honigwein zu sich nehmen, wie er wollte. Für kleine Gäste gab es hier die Gelegenheit, Wunschzettel mit der Feder zu verfassen.  Foto: Hornemann

Altena -  Mit dem Zechbrief in der Hand ging alles leichter: Ob Glühwein, Kirschbier oder Met - das im Scriptorium ausgestellte Papier gestattete den Besuchern des Winterspektakels unbegrenzten Genuss kühler und wärmender Spezialitäten. Am späten Samstagnachmittag war kein Bein mehr an die Erde zu kriegen auf dem oberen Burghof. Und Sonntag setzte auch der von Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper heiß ersehnte Schnee ein, der den Weihnachtsmarkt auf der Burg zu einem richtigen Winterspektakel gedeihen ließ.

Zeitweilig kapitulierte sogar der Burgaufzug vor dem Besucherandrang und setzte zu mancher Leerfahrt an, wenn zuvor in der Kabine Überladung angezeigt wurde. Viele erklommen den Burgberg schließlich zu Fuß oder nutzten den Bürgerbus-Shuttle. Einmal oben angekommen, erwartete das Volk eine kleine feine Auswahl von Kunsthandwerk, hausgemachten Marmeladen, Likören, Lederwaren, Spielzeugen, Schmuck und Trinkhörnern.

Im Vordergrund standen aber Mitmachaktionen: So sorgte Walking Act-Künstler „Gawan“ für Kurzweil auf dem Kopfsteinpflaster, indem er die Kinder mit Stelzen Probelaufen ließ. Darüber hinaus wanderte der Künstler aus Wirths herum und verblüffte spontan sein Publikum mit Zaubereien im Vorübergehen.

Richtig viel Spaß und ein gutes Händchen für ein junges Publikum bewies Gaukler Nils mit Jonglage, Seiltricks und frechen Sprüchen. Bezaubernd wirkte Eisprinzessin Beatrice mit ihrer Kugeljonglage und große Faszination lösten die beeindruckenden Greifvögel der Mendener „Skyhunters“ aus im unteren Burghof.

Weihnachtsmärkte in Dahle und auf  der Burg

Kinder bekamen die Gelegenheit, im Scriptorium den Wunschzettel an den Weihnachtsmann mit Feder und Tinte zu verfassen. Manch schöne Gabe fürs Fest wurde gleich vor Ort erworben oder selbst hergestellt. Dafür bot sich die mobile Kerzenzieherei Glühwürmchen an.

Was Gutes für die Ohren gab’s am Freitag, Samstag und Sonntag natürlich auch: Auf der Natursteinbühne hatten zum Auftakt „Reliquiae“ gespielt und mit ihrem „Mediaeval World Folk“ aufs Spektakulum eingestimmt. „Fuchsteufelswild“ war es dann am Samstagabend zugegangen beim Spätkonzert mit Marktmusik und Märchen. Für „Donner & Doria“ war die Bühne gestern bereitet worden, die Musik aus dem (Sch)erzgebirge und haarsträubenden Geschichten im Gepäck hatten.

Um auch dem unteren Burghof ein paar Klänge zu gönnen, waren mit Knoepfchen und Horda auch zwei mobile Musiker unterwegs.

Auch der freie Museumseintritt fand beim Publikum Anklang. Auch „Lust & Leid“ war wieder Thema in den Sonderführungen - die waren aber nicht jugendfrei.

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