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Wintermeile: Ein Erfolgsgeschichte

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Von: Michael Koll

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Melanie Spelsberg (links) vom Stadtmarketing besuchte Gabriele Tatay, die Kerzen vor dem Burgaufzug zieht.
Melanie Spelsberg (links) vom Stadtmarketing besuchte Gabriele Tatay, die Kerzen vor dem Burgaufzug zieht. © Michael Koll

Die Idee, leer stehende Ladenlokale mit Kunsthandwerkern in der Vorweihnachtszeit zu beleben, ist auch im dritten Jahr eine Erfolgsgeschichte. Die Händler sind zufrieden.

Altena – „Mir macht es Spaß, wenn ich den Menschen eine Freude machen kann und sie ihren Baum zu schmücken wissen“, sagt Sabine Gappel. Die Neuenraderin gehörte zu den Teilnehmern der dritten Wintermeile in der Innenstadt. „Und die Altenaer sind einfach begeistert, dass wieder Leben in die Leerstände einzieht“, beleuchtet Melanie Spelsberg vom Stadtmarketing die andere Seite der wieder einmal erfolgreichen Aktion.

Erstmals zur Coronazeit

Zu Beginn der Corona-Zeit hatte das Stadtmarketing diese Idee. Hobby-Kunsthandwerker und kleine Händler ziehen in der Adventszeit in leere Geschäftsläden und bieten den Innenstadtbesuchern so eine Gelegenheit, Weihnachtsgeschenke und jahreszeitlich passende Deko fürs eigene Wohnzimmer zu finden. Auch nach dem Ende der Pandemie verfängt dieser Ansatz immer noch.

Win-win-Situation

„Als Resümee lässt sich feststellen, dass wir recht zufrieden sind, wie es in diesem Jahr gelaufen ist“, sagen Spelsberg und ihr Stadtmarketing-Kollege Björn Braun. „Wobei wir in diesem Jahr schon deutlich gemerkt haben, dass links und rechts wieder viel mehr stattfindet - auch mit den Weihnachtsmärkten in den großen Städten“, schiebt Spelsberg sogleich hinterher. Braun unterstreicht aber auch: „Die Händler waren sehr zufrieden – und die meisten haben sich gleich wieder für die kommende Wintermeile angemeldet.“ Und Spelsberg erklärt: „Wir hatten dieses Mal aber auch die Win-win-Situation mit dem zugleich durchgeführten Weihnachtsmarkt.“

Stammkundschaft erarbeitet

Zum offiziellen Abschluss der vierwöchigen Aktion baute Gabriele Tatay aus Lüdenscheid am Samstag nun ihren Stand vor dem Erlebnisaufzug zur Burg Altena auf. Schulte, die sich selbst Glühwürmchen nennt, präsentierte dort die Kunst des Kerzenziehens. Einige Meter weiter zeigte Gabriele Schulte ihre Waren: „Alles, was die Natur mir bietet, verarbeite ich“, erläuterte die Herscheiderin. Vorzugsweise mit Holz und Steinen arbeite sie. Mit diesem Ansatz hat sie sich bereits im Vorjahr eine Stammkundschaft erarbeitet, die sie während der ersten zwei Wintermeile-Wochen dieses Mal allerdings vermisst haben. „Ich hatte andernorts Verpflichtungen und konnte deshalb in Altena dieses Mal er verspätet einsteigen“, bedauerte Schulte. „Im kommenden Jahr bin ich wieder die vollen vier Wochen dabei“, bekräftigte sie ohne zu zögern.

Kunsthandwerkerin aus Neuenrade

Das gilt auch für die Neuenraderin Gappel, die neben Strick- und Nähwaren vor allen Dingen die Kunst des Quillings in Altena präsentierte. Sie war erst zum zweiten Mal dabei. Ihr Kompagnon im Laden indes war Andreas Kostarczyk, der von Anfang an zur Wintermeilen-Belegschaft zählt. Der Altenaer stellt Lichtbögen aus Holz her. Er wie auch Gappel benötigen für die Herstellung ihrer Waren also gleichermaßen ein gutes Auge wie auch viel Geduld. Die hat allerdings auch ihre Grenzen. Kostarczyk zeigt auf sein größtes Werk und erklärt sofort: „Davon gibt es zwei: einen bei mir zuhause und den hier, den ich verkaufen möchte. Einen dritten werde ich davon aber bestimmt nicht mehr machen.“

Ein Laden zieht bis Weihnachten durch

Für späte Geschenke-Käufer bleibt indes noch die Chance bei Gabriele Schulte hineinzuschauen. Während die anderen Wintermeilen-Teilnehmer ihre Angebote am Wochenende nun abgebaut haben, bleibt sie noch bis zum 23. Dezember, 18 Uhr, vor Ort, um ihre Abwesenheit während der ersten zwei Wochen in diesem Jahr für die Stammkunden ein wenig auszugleichen.

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