Tausende strömen zum Spektakulum auf der Burg

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Viel zu sehen gab es für große und für kleine Besucher

Altena - Das Winter-Spektakulum auf der Burg Altena lockte am Wochenende deutlich über 5000 Besucher aus Nah und Fern in die historischen Burgmauern. Bereits zur Eröffnung des mittelalterlichen Weihnachtsmarktes am Freitagabend kamen rund 1000 Besucher.

Den musikalischen Auftakt machte an diesem Abend die Frankfurter Band „Nachtgeschrei“. Mit Flöte, Akkordeon, Dudelsack und Drehleier , dazu Bass, E-Gitarren und Schlagzeug heizte die sieben-köpfige Band dem Publikum ordentlich ein. Die Musikrichtung „Folk-Metall“ mit ausschließlich selbst komponierten Stücken kam beim größten Teil des Publikums bestens an.

Bei Temperaturen um die zwei Grad waren Glühwein, Punsch, heißer Kakao und heißer Bratapfellikör mit Sahne heiß begehrt. Doch um an eine Tasse Glühwein zu kommen, mussten die Gäste zeitweise lange Schlange stehen, was hier und da für ein wenig Unmut sorgte – übrigens nicht das erste Mal, dass die Bewirtung bei solchen Events auf der Burg nicht reibungslos funktionierte.

Trotzdem lohnte sich auch am Samstag und am Sonntag der Besuch des Winter-Spektakulums. Neben der Band „Harpyie“, die mit ihrem unverwechselbarem Sound den Staub der vergangenen Jahrhunderte aufwirbelte, verzauberte die Eiskönigin „Kerry Balder“ ihr Publikum mit Kontakt-Jonglage. Gekonnt ließ die junge Artistin aus Oberbayern Schwerter, Kristallkugeln und Tücher über und um ihren Körper wandeln. Die Leichtigkeit und Anmut, mit der Kerry dies tat, erzeugte beim Publikum die Illusion von schwebenden Kristallkugeln.

Winterspektakulum auf Burg Altena

Besonders schön war natürlich die Burg am Abend. Die Beleuchtung des alten Gemäuers, Fackeln und Kerzenschein, weihnachtliche Düfte und beste Stimmung machten den Besuch zu einem Erlebnis für Groß und Klein. Auf den Burghöfen sowie in den Museen sorgte eine gelungene Mischung aus Kunst, Handwerk und Kulinarik für zufriedene Besucher. Da konnte unter anderem mit dem Bogen geschossen werden, Steinmetzmeister Martin Röttger aus Krefeld zeigte sein Handwerk – nur nahm er statt Steinen Eis und bearbeitete es mit einem Stechbeitel. Unter anderem fertigte er einen Burghard, also das Maskottchen des Burgaufzuges an. Am Abend war sie sogar illuminiert.

Am Stand von Kunsthandwerker Gerhard Witt konnten die Besucher zuschauen, wie der Entwurf des „KleinKnurrhahnenKammStummelSchwanzDrachen“ entstand. Zunächst formt er aus Ton ein Unikat, mit dessen Hilfe nach dem Brennen eine Gussform angefertigt wird. Mit ihrer Hilfe kann der Drache mit dem langen Namen dann aus Beton in Serie hergestellt werden, erklärte er dem Publikum. Viele seiner Drachen und andere Fabelwesen fanden am Wochenende ein neues Zuhause.

Auch am freien Bauernlager war so einiges los. Die Gruppe aus Hückeswagen reist seit 10 Jahren mit Hund, Eseln und Schafen durchs Land. Nicht nur die Kinder Interessierten sich für die Tiere, die sich gerne mal die Ohren kraulen ließen oder an einer Möhre knabberten. Und dann war da noch die Familie Kröninger aus Lüdenscheid. Die 13 Männer und Frauen besuchen als Templer gewandet Mittelaltermärkte, Burgen und Schlösser in der näheren Umgebung und mischten sich dort unter das Volk. - von Susanne Loewen

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