Im Winter gibt es viel Arbeit im Haus auf Juist

Sonne, Strand, Meer - Das Haus auf Juist bietet im Umfeld ideale Erholungsmöglichkeiten.

ALTENA - Uwe Storm war am letzten Wochenende „mal wieder auf meiner Insel.“ Gemeint ist das Nordsee-Eiland Juist, zu dem fast jeder Altenaer eine ganz besondere Beziehung hat. Denn hier liegt das Jugenderholungsheim, das seit 1958 eng mit der Burgstadt verknüpft ist.

Uwe Storm ist Vorsitzender des „Förderverein Juist“ und hat ein waches Auge auf alles, was am Haus zu machen ist. Aktuell hat er und sein Vorstandsteam Sorgen. „Die Abwasserleitungen sind nicht in Ordnung“, sagte er am Rande einer Scheckübergabe im Haus der Vereinigten Sparkasse am Montag. „Die Rohre aus Ton sind nicht nur gesackt, sie sind auch gebrochen. Wir haben am Wochenende geschaufelt und schon etwas wieder gerichtet. Aber da stehen noch weitere Reparaturen an.“ Der Altenaer ist froh, noch immer einen relativ festen ehrenamtlichen Helferkreis ansprechen zu können, wenn es um Arbeiten am Jugenderholungsheim geht. So soll in diesem Jahr auch noch ein neues Rückschlagventil eingebaut werden. „Das Haus liegt zwar inmitten einer sanften Dünenlandschaft, aber auch sehr tief. Das führt immer wieder dazu, dass der Keller überflutet wird.“

Dank einiger Spenden und der guten Auslastung in diesem Jahr, schaffte der Förderkreis schon einen neuen Kochherd an. Der schlug aber mit rund 500 Euro zu Buche. „Im Grunde sind auch die anderen sechs Öfen defekt und müssen ersetzt werden“, sagt Storm.

Er dankte ausdrücklich der Stadt Altena, „die nach wie vor hinter uns steht“. War es früher so, dass praktisch jedes Altenaer Kind und jeder Jugendliche seit Ende der 1950er Jahre einmal mit der Schule auf Juist zu Gast war, bröckelt diese Verbundenheit zur Zeit. Man müsse schon gezielt die Schulen ansprechen, von allein würden nur noch wenige Einrichtungen das Haus buchen, wundert sich Storm.

Montag erhielt er von der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis einen Unterstützungsscheck in Höhe von 2 500 Euro. „Geld, das wir jetzt in die nötigen Reparaturen, vielleicht aber auch noch weitere neue Kochplatten stecken werden“, freute sich Storm. Er dankte in diesem Zusammenhang auch vielen Altenaer Firmen, „die immer wieder an uns denken.“

Übrigens: Wer noch nicht auf Juist war, sollte es einmal versuchen. Uwe Storm und sein Vorstandskollege Thomas Becker: „Juist, das ist Urlaub von Anfang an, eine Art Entschleunigung. Hier, wo meist kein Handyempfang ist, Fernseh zur Nebensache wird, kommt man sich näher. Für Kinder ist Juist stes ein großer Sandkasten. Für ältere Mitfahrer ganz sicher ein Ort, wo man richtig Abstand gewinnt.“ Kontakt: Rathaus, Zimmer 43, Frau Becker, Tel.: 209-205

von Johannes Bonnekoh

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