Weitere Rodungen sind bis Oktober untersagt

Windräder am Kohlberg:  Es darf weitergehen

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Die Fläche im Hindergrund muss noch gerodet werden, damit die Schwertransporte um die Kurve kommen. Das sei aber verboten, meinen Wilfried Bracht (links) und Dr. Frank Hoffmann.

Altena - An vier der sechs auf dem Kohlberg geplanten Windkraftanlagen darf weitergearbeitet werden. Das entschied das Oberwaltungsgericht. Es gab einer Beschwerde der SL Windenergie gegen den vom Verwaltungsgericht Arnsberg verhängten vorläufigen Baustopp statt.

Weitergearbeitet werden darf danach überall, wo bereits gerodet ist – ein für die Bürgerinitiative überaus wichtiger Punkt. Die Baufelder für die Windräder zwei, vier, fünf und sechs seien zweifelsfrei frei, sagten Dr. Frank Hoffmann und Wilfried Bracht gestern. Allerdings sei ihre Erreichbarkeit nicht gesichert, weil auf den Zufahrten noch Vergetation im Wege stehe. 

Nicht erreichbar

Die beiden Vorstandsmitglieder der Initiative „Rettet den Kohlberg“ zeigten vor Ort eine Abzweigung, deren Kurvenradius laut den Bauplänen deutlich vergrößert werden muss, damit Schwertransporte dort abbiegen können. Dazu müssen kleinere Bäume und Heckenpflanzen verschwinden – das sei bis zum 1. Oktober verboten, meinen Hoffmann und Bracht mit Hinweis auf eine Festlegung in der Baugenehmigung. Im weiteren Verlauf der aus Richtung Leveringhausen vorgesehenen Zufahrt zeigen grüne Markierungen, dass auch größe Bäume fallen sollen.

Große Bäume sollen fallen

Das werde man genau beobachten, kündigten Hoffmann und Bracht gestern an. Nach ihren Angaben sind der Kreis und der Investor schon einmal sehr lax mit einer Auflage des Gerichts umgegangen: Als das Verwaltungsgericht Arnsberg im Januar den vorübergehenden Baustopp verhängte, habe es auch die sofortige Beendigung der Rodungsarbeiten verfügt – eine Auflage, die nach Angaben der Bürgerinitiative einen Tag lang unbeachtet blieb. Vor Ort zeigt sich, das für den Bau der Fundamente erforderliche Fahrzeuge wie Bagger und Betonmischer auf den vorhandenen Wegen zu den Baufeldern kommen dürften. Nicht passieren können wohl Schwertransporte, die Mastteile oder die zum Aufbau erforderlichen Kräne anliefern.

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