„Windmühlen“ auf dem Wixberg nur Plan-Idee

Windräder auf dem Wixberg: Zumindest die Windausbeute würde sich lohnen.

ALTENA - Windräder auf dem Wixberg? Gigantische, bis zu 135 Meter hohe „Mühlen“ als zusätzlicher optischer Blickfang auf der selbst etwa 340 Meter hoch gelegenen Hügelkette zum Tal der Lenne hin? Wie passt das mit dem Verkehrslandeplatz Hegenscheid zusammen und was wird aus den Fliegern, die hier unter anderem einen behördlich zugelassenen Gleitschirmstartplatz betreiben?

Nichts wird so heiß gegessen, wie es in der Gerüchteküche gekocht wird. Das wissen auch die Aktiven des Aero-Club Altena-Hegenscheid um ihren Vorsitzenden Andreas Kürten. Zumindest Altenas Stadtplaner Roland Balkenhol kann die Sportler beruhigen: „Das ist eine sensible Ecke, da wird man schon schauen müssen“. Ihm sind keine neuen Pläne der Stadt Iserlohn – zu deren Stadtgebiet die Flächen gehören – bekannt. Folgerichtig gab es auch noch keine Beteiligung der Stadt Altena.

Richtig ist aber, dass die Suche nach geeigneten Standorten für Windkraftanlagen nach wie vor ein Top-Thema im gesamten Märkischen Kreis ist. Die Kreisverwaltung hatte dazu bereits im Januar eine Karte ins Internet gestellt, auf der verschiedene Informationen als mögliche Planungshilfe kombiniert wurden. Es gibt im Internet darüberhinaus das angehängte 13-seitige Konzept der Stadt Iserlohn aus dem Jahr 2011.

Altenaer erinnern sich: Die Gerüchte bezüglich Windrädern auf dem Wixberg gibt es schon länger. Bisher wurden als Gegenargumente immer die schlechte Zuwegung für den Antransport der Windräder und die fehlende Stromnetzanbindung genannt. Als mögliche Flächen wurden Bereiche nordwestlich der Ortschaft Wixberg, also Richtung Lössel, genannt. Das hätte die Flieger weniger gestört. Anders ist das aber südlich des Wixberges. Wenn dort wirklich drei Anlagen (wegen der Förderung als Park interessant) errichtet würden, lägen diese an der Kante runter zur Lenne. Hier liegt der behördlich zugelassene Gleitschirmstartplatz.

Frank Hofmeister von der Stadt Iserlohn beruhigt die Flieger. Zuerst müsse die Stadt den Flächennutzungsplan ändern, um Vorrangflächen auszuweisen. Im Falle des Hegenscheid/Wixberges wäre auf jeden Fall Altena zu beteiligen. Hinzu komme, dass zum Beispiel um Flugplätze ein Schutzradius von 2500 Metern gelte. Iserlohn überprüfe aktuell vier Bereiche im Stadtgebiet, unter anderem die Schälker Heide Richtung Schwerte, den Seilerwald, aber eben auch den Komplex Wixberg und den Stadtwald südlich der Innenstadt (Mühlenberg/Stuckenberg/Bränterich). Neben dem Verkehrslandeplatz gäbe es am Wixberg aber auch Richtfunkstrecken, die es zu berücksichtigten gelte.

Übrigens: Wer die Kreiskarte anklickt, erfährt, dass es auf dem Wixberg die am höchsten zu erzielende Windausbeute im Kreisgebiet gibt.

Die Windkarte im Internet:

http://www.maerkischer-kreis.de unter dem Menüpunkt „Umwelt“

von Johannes Bonnekoh

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