Am Ortseingang in Altena

Frisches Willkommen für alle Besucher

Willkommensbild von Helga Blütner in Altena
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Es muss nicht immer die Burg sein: Mit ihrer Willkommenswand will Helga Blütner darauf aufmerksam machen, dass es in Altena noch andere markante Bauwerke gibt

„Willkommen in Altena“: So werden seit vielen Jahren Touristen begrüßt, die am Langen Kamp ankommen. Nun gibt es ein frisches Willkommen.

Altena – Neben dem markanten Schriftzug malte Helga Blütner vor 18 Jahren auch die Burg Holtzbrinck auf die bis dahin sehr schmucklose Rückwand eines Nebengebäudes. Später folgten mit der Steinernen Brücke, der Lenneburg, dem Gasthaus Pilling und dem Selvedenkmal Abbildung weiterer markanter Bauwerke.

Im Oktober 2020 sei ihr aufgefallen, dass ihre Wandmalerei in die Jahre gekommen und verblasst gewesen sei, erzählt die Hobbykünstlerin. Seitdem wird wieder gearbeitet.

Himmel, Vögel und Bäume ergänzt

Zwei- bis dreimal wöchentlich geht’s von durer Brandstraße am Bucholz mit Farbe, Pinsel und Trittleiter in die Innenstadt. Zunächst einmal habe sie den Untergrund vorbereiten müssen, schildert die 73-Jährige. Nachdem Risse mit Acryl versiegelt waren, ging es ans Malen.

Nicht nur aufgehübscht, sondern auch aufgewertet wurde in diesem Zuge die Wandmalerei. Einen blauen Himmel und Vögel hat Helga Blütner ihrem Wandbild gegönnt und Lücken, die es vorher gab, durch Bäume und Büsche geschlossen.

Künstlerin ärgert sich über ignorante Autofahrer

Sehr gefreut hat sich die Altenaerin, als sie während ihrer Arbeit von einer Passantin gelobt wurde. Sie freue sich täglich, wenn sie an dem Wandbild vorbei komme und sei glücklich, endlich die Malerin mal kennenzulernen. Die Masse der Altenaer hingegen nehme ihre Arbeit hingegen kaum zur Kenntnis, ärgert sich Helga Blütner: „Die fahren mit ihren Autos bis knapp vor meine Leiter, steigen aus und grüßen noch nicht einmal.“

Das wäre sicher anders, wenn ein Gerüst dort stehen und ein Graffiti-Künstler seine Bilder sprayen würde, mutmaßt sie. In guter Erinnerung blieb ihr die Begegnung mit Teilnehmern einer Oldtimer-Ausfahrt, die aus Essen kamen und die Künstlerin bei der Arbeit antrafen.

Künstlerin zahlt alles selbst

Ob sie im Auftrag der Stadt tätig sei, wollten sie wissen. Blütner verneinte: „Ich bringe die Farbe und die Pinsel mit, bezahle alles selbst und mische mir die Farbtöne, die ich brauche.“

Es ist wohl das letzte Mal, dass Helga Blütner Hand anlegt: „Ich werde bald 74 Jahre alt, das Recken und Strecken bleibt mir nicht mehr in den Kleidern hängen.“

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