FDP will Kinder vor Voyeurismus schützen

ALTENA ▪ „Google-Street-View kommt seiner Sorgfaltspflicht nur unzureichend nach“, sagt die FDP-Fraktion. Deswegen hat sie jetzt einen entsprechenden Antrag gestellt und der Rat soll am 20. Dezember darüber entscheiden.

Die Forderung: „Die Stadt Altena soll bei Google einfordern, dass die Bilder von Kindern auf öffentlichen Anlagen, in (der Nähe von) öffentlichen Gebäuden vollständig gepixelt werden, sodass auch keine Umrisse mehr erkennbar sind. Dies soll die Persönlichkeitsrechte unserer Kinder schützen“.

Mit Google-Street-View können per Mausklick virtuelle Spaziergänge vom Schreibtisch aus durch die Städte der Welt erfolgen. Nun sind auch die ersten deutschen Städte erfasst und veröffentlicht. „In Dänemark hat es nicht lange gedauert, bis die erste nackte Frau öffentlich bekannt gemacht wurde, die von einem Streetview-Fahrzeug aufgenommen wurde“, so der Fraktionsvorsitzende Bernhard Diel. Eine Person, und genauso ein Kind, wie Bilder aus Oberstaufen bewiesen, sei in seinen Umrissen und seinem Körperbau glasklar zu erkennen. Dass es viele Erwachsene gebe, die in unschönen Bildern („nackte Bierbäuche, nackte Frauen, in der Nase bohrende Spaziergänger, in die Ecke urinierende Männer“) dem Voyeurismus der Welt zum Opfer fielen, ließe sich wohl kaum vermeiden, „unsere Kinder sollten wir jedoch vor dieser Form der Zur-Schau-Stellung schützen“, meinen Diel und seine Fraktion. ▪ Ilka Kremer

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare