Wilfried Bracht hat nur noch sechs Wochen Zeit

So zu sehen war Wilfried Bracht in der Vergangenheit öfter.

ALTENA - Keine Spur von Wilfried Bracht gestern auf dem Wochenmarkt – Altena innovativ lässt sich Zeit mit dem Sammeln der Unterschriften für das Bürgerbegehren gegen den Bau des Burgaufzugs. Langsam wird es knapp: Am 20. Dezember hat der Rat das Projekt einstimmig beschlossen, damit begann eine Dreimonatsfrist.

Spätestens am 21. März müssen Bracht und seine Mitstreiter im Rathaus ihre Listen abgegeben haben. Aufzugsgegner Bracht bleibt optimistisch: „Das schaffen wir gut“, sagte er gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

Inzwischen steht fest, wie viele Bürger Brachts Anliegen unterstützen müssen: „Etwas mehr als 1400,“ sagte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein gestern auf Anfrage. Diese Zahl zu ermitteln habe deswegen ein wenig gedauert, weil das „Wahlprogramm“ der KDVZ erst habe aktiviert werden müssen.

Mitmachen kann beim Bürgerbegehren jeder, der am 20. März 2011 zur Teilnahme an einer Kommunalwahl berechtigt wäre. Damit können sich auch Jugendliche unter 16 Jahren und EU-Ausländer in die Unterschriftenlisten eintragen. Ob alles seine Richtigkeit hat, wird von der Verwaltung nach Vorlage der Listen genau geprüft – dazu sei die Verwaltung verpflichtet, sagte Hollstein gestern. Auch Bracht betonte, dass er ein Interesse an einem juristisch einwandfreien Verfahren habe. Altena-innovativ habe mehrere Fachleute hinzugezogen, um Formfehler im Vorfeld auszuschließen.

Alternativvorschläge wie das LED-Tor am Langen Kamp stehen beim Bürgerbegehren ganz ausdrücklich nicht zur Abstimmung – das wäre nur möglich gewesen, wenn sie ebenfalls potenzielle Regionale-Projekte wären. Inzwischen hat deren Geschäftsführer Dirk Glaser jedoch offiziell mitgeteilt, dass das nicht der Fall ist. Er vermisst bei den Bracht-Vorschlägen die geforderte Strahlkraft über die Region hinaus.

Die geplante Abstimmung fokussiert sich damit völlig auf die Frage pro oder contra Aufzug. ▪ Von Thomas Bender

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