"Schlimm wie nie"

Wildschweine verwüsten Friedhof

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Viel Arbeit für Peter Schäfer: Ehrenamtlich kümmert er sich um die Beseitigung der Wildschweinschäden.

ALTENA - „So schlimm war es noch nie“ – mit Schippe und Rechen beseitigte Peter Schäfer am Montag, 7. Januar, Spuren, die eine Rotte von Wildschweinen auf dem evangelischen Friedhof in Altroggenrahmede hinterlassen hat.

Ende letzter Woche verwüsteten die Schwarzkittel auf dem gesamten Gottesacker etliche Gräber, die Schäfer jetzt in mühevoller Arbeit wieder herrichten muss.

Tierischer Besuch an den Gräbern verstorbener Rahmede ist keine Seltenheit, weiß Schäfer. Er kümmert sich seit einigen Jahren ehrenamtlich um die Pflege des Friedhofes. Fünf bis sechs Mal pro Jahr komme es zu Wildschäden, weiß er aus Erfahrung. Das liege zum einen daran, dass die Wildschweine genau an dieser Stelle von einer Talseite auf die andere wechseln würden. Zum anderen werde aber auch zu wenig gejagt, meint Schäfer, der in regelmäßigem Kontakt mit dem Jagdpächter steht und deshalb auch von dessen Problemen weiß: In besiedelten Bereichen darf der nicht schießen.

Natürlich versucht die Kirchengemeinde, sich vor dem ungebetenen Besuch zu schützen – mehrere 1000 Euro wurden in die Verstärkung des Zauns investiert. Genutzt hat’s offensichtlich nichts. von Thomas Bender

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