Wildschäden nehmen zu

Auf dem Kohlberg wird geschossen: Samstag große Drückjagd

Rot umrandet ist auf diesem Luftbild das Gebiet, in dem am Samstag die Jagd stattfindet. 

Spaziergänger sollten am Samstag das Gebiet rund um die Dahler Giebel meiden. Dort findet eine sogenannte Drückjagd statt.   

Altena – Schäden durch Wildschweine machen derzeit Landwirten und Jägern auch auf der Dahler Giebel zu schaffen. „Anders, als zum Beispiel in einigen Städten in Ostdeutschland, bekommt man in unseren Breitengraden die nachtaktiven und überaus intelligenten Tiere nicht so einfach zu Gesicht“, sagt Christian von der Crone, der die Jagd an der Giebel gepachtet hat.

Sichtbar würden die Schäden auf Grünland- und Ackerflächen meist erst mit Anbruch des Tages. Ohne aufwendige Vorarbeiten können die Wiesenflächen dann meist nicht mehr gemäht werden, womit dem Nutzvieh dann das Futter fehlt.

Die Wildschweindichte auf der Giebel ist ungeahnt hoch. Deshalb findet am Samstag, 7. Dezember, ab 9.30 Uhr eine Drückjagd, statt. „Da es sich bei dem betroffenen Teilbereich um ein beliebtes Gebiet für Wanderer, Hundebesitzer und Sportler handelt, möchten wir rechtzeitig im Vorfeld über die temporäre Zugangsbeschränkung einzelner Wegabschnitte informieren und um Verständnis bitten. Wir gehen derzeit davon aus, dass spätestens ab 15 Uhr die Sperrungen aufgehoben und alle Wege wieder frei begehbar sind“, so Jagdleiter Christian von der Crone. 

Schon 2018 fand in dem Gebiet eine solche Jagd statt. Dabei wurden den Bitten der Jäger nicht immer Folge geleistet. Hinweise wurden ignoriert und Absperrbänder passiert, was den Jägern Probleme macht: „Die auf der Giebel weitverbreiteten Kyrillflächen erschweren die Jagd sowieso ungemein, da sie Wildschweinen gute Deckung im Brombeerdickicht und Unterholz geben. Da wären wir wirklich dankbar, wenn wir uns während der angesetzten Jagd voll darauf konzentrieren könnten und nicht noch auf Spaziergänger achten müssten“, appelliert Jan-Arne von der Crone, Mitorganisator der Jagd. 

Gefahr droht übrigens nicht so sehr von den Gewehren der Jäger, sondern vor allem von aufgescheuchten Wildschweinen. Zum Einsatz kommen am Samstag auch rund 20 Jagdhunde. Dabei kann es durchaus sein, dass einige Hunde die abgesteckten Grenzen überjagen. Sollte dies der Fall sein, muss kein Spaziergänger, Wanderer oder Sportler etwas befürchten. Die Hunde sind bereits aus der Ferne als Jagdhunde erkennbar, da sie mit leuchtenden Halsbändern sowie mit Besitzerrufnummer und modernen GPS Geräten ausgestattet sind. Sie gehen ihrer Arbeit nach und versuchen mit ihren sensiblen Sinnen die Schwarzwildbestände in den Dickungen aufzustöbern. 

Die gesperrten Wege sind am Samstag eindeutig durch Flatterband und Hinweisschilder gekennzeichnet. Die Jägerschaft bittet aus Sicherheitsgründen, die Sperrungen nicht zu übertreten, oder Hinweisschilder zu entfernen. Da sich ein Teil des bejagten Gebietes sehr nah an dem Teilabschnitt der K11 zwischen der Kreuzung Rüterschlad / Schwarzpaul in Richtung Levringhausen befindet, werden die Autofahrer in diesem Teilabschnitt um besondere Vorsicht gebeten, da es durchaus vorkommen kann, dass Hunde unverhofft die Straße passieren.

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