Wilde Schlachten: Altenas Grafen ließen kein Abenteuer aus

+
Gefürchtete Waffen anno dazumal präsentiert Karsten Wolfewicz.

Altena – Mit der Wirklichkeit kann selbst Hollywood nicht mithalten: Die Grafen von Altena-Mark ließen einst kein Abenteuer aus. Keine Schlacht war zu wild. Willkommen im "Garten der Geschichte".

Was genau vor sich ging, warum die Nette so wichtig war und welche zentrale Rolle Duisburg spielte, erzählte Karsten Wolfewicz im „Garten der Geschichte“  in der Burg Holtzbrinck. Mehr als 50 Interessierte waren gekommen. Sie erwartete eine ganz besondere Geschichtsstunde.

Denn die Grafen aus Altena prägten die Geschichte Westfalens, wie auch die Lebensspannung des Heiligen Römischen Reiches der Stauferzeit. Vier Tage hatten allein die Vorbereitungen für den Abend gedauert. „Das Bühnenbild war dieses Mal etwas aufwendiger“, erzählte Wolfewicz – und untertrieb damit. 

Geschichte im Nebel

Denn schon beim Betreten des Saals mussten die Gäste staunen. Lanzen, Schwerter, Karten, Bilder, Helme und Schilde: Der Geschichtsexperte hatte an alles gedacht. „Altena ist ein besonderer Ort. Wir können durch unsere Bausubstanz noch so viel Geschichte sehen. Altena muss sich wahrlich nicht verstecken“, sagte er. 

Seine Begeisterung für Geschichte übertrug sich automatisch aufs Publikum. „Die Geschichte von Mark-Altena verliert sich in frühester Zeit in der Geschichte der Fränkischen Landnahme. Was um Altena geschah, bleibt ein wenig im Nebel“, erklärte Wolfewicz. „Infos findet man, wenn man den Spuren der Wikinger folgt. Sie nahmen von Duisburg aus Anlauf, dieses Bergland zu erobern“, erläuterte der Experte. 

Gefürchtete Wikinger

Die Skandinavier waren gefürchtet, vor allem weil sie im Winter deutlich besser aufgestellt waren. Sie kannten das Leben in Eis und Schnee. Altena hatte eine zentrale Rolle inne, weil es hier nicht nur Erz gab, sondern auch Schmiede mit besonderem Wissen und Können. „Hier wurden Schwerter und Kettenhemden gefertigt“, sagte Wolfewicz. 

Die Burg Altena war damals noch klein und diente einzig dem Schutz der Eisenverarbeitung in der Nette. Erst später wurde die Burg zum Familiensitz, als die Grafen der Mark immer mehr Land hinzu gewannen – unter anderem durch die Heirat in das Haus Arnsberg. „In dem Zuge wurde sie so ausgebaut, wie wir sie kennen."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare