Wild und geheimnisvoll: Der Garten am Dahler Forst

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Mutter und Tochter Gehrke: „Unser Garten ist unser Hobby“, sagen die beiden. ▪

ALTENA ▪ Pure Blütenpracht, aparte Blattschmuckpflanzen, Wasser oder eine große Terrasse: Die Altenaer haben tolle Gärten. Das ist Inhalt einer neuen Serie des Altenaer Kreisblattes.

Von Johannes Bonnekoh

Die Dahler Straße Nummer 20 zu finden, ist gar nicht so einfach. Doch, wer einmal hier ist, genießt sofort die Nähe zum gleichnamigen Wald. Und das ist es auch, was Simone Gehrke mit ihrer Familie ganz besonders mag. Die junge Hausfrau und Mutter verbringt „täglich bis zu drei Stunden in unserem Garten“, wie sie sagt. Dabei muss man schon genau hinsehen. Denn diese grüne Oase in Altena ist anders. Ganz anders als herkömmliche Gärten. Vielleicht auch ein bisschen dem Umstand geschuldet, dass die Gehrkes eben direkt am Dahler Forst wohnen. So etwas färbt ab. Doch das Auge kann sich kaum satt sehen: An Wild-Blumen. An Bäumchen. An Farnen. An großen und kleinen Gräsern und immer wieder Wald-Gewächsen, die man sonst nur beim „normalen Waldspaziergang“ sieht.

„Wir lieben es ursprünglich, ein bisschen wild vielleicht“, sagt auch Elfriede Gehrke, die Mama der Gartenliebhaberin Simone Gehrke. Die 76-Jährige ist noch täglich bei der Arbeit, auch wenn sie zugibt, „dass es im großen und ganzen der treppenförmig angelegte Hang direkt am Haus ist, der einfach mein Reich ist.“

Den mussten die Gehrkes übrigens kompliziert abfangen: Mit einer Stützmauer und davor Drahtkörben mit schweren Steinen Innendrin. „Der Hang drückt. Der Wald kommt“, sagt die junge Frau und zieht die Schultern hoch. Das führt aber nicht dazu, das die Gehrkes irgendwie Probleme mit ihrem Anwesen haben. „Wir nutzen Treppen, die genau meine Gehschritt-maße haben. Das geht gut“, lacht die junge Frau, die es auch genießt, wenn ihre Schwester Sabine Gehrke-Otto mit Hand an legt. Oder Tochter Lisa-Marie durch die Anlagen tobt. Für die Kleine gibt es natürlich Spielgeräte, aufgehängt an Bäumen und „ganz viel Licht. Sie sollten mal kommen, wenn es dunkel ist“, schwärmt Elfriede Gehrke. „Alles leuchtet. Irgendwie geheimnisvoll. Das mag jeder Besucher“, verhehlt sie nicht ihren Stolz auf ihr grünes Reich. Dass am Haus in einer großen Regentonne das Gießwasser für die Pflanzen in den Hängen und an den vielen kleinen Pflanzstellen gesammelt wird, ist nicht zu übersehen, aber für die Familie selbstverständlich. Wer Ökologie ernst nehme, komme daran nicht vorbei. Und wenn das Auge zunächst verständnislos an Übergängen vom Haus zu verschiedenen Volieren hängen bleibt, dann gibt es schnell und kostenlos Nachhilfe. „Wir wohnen am Wald und möchten nicht, dass der Förster auf unsere Hasen oder Katzen anlegt. Die haben so eine direkte Anbindung ans Haus, können laufen, wann immer sie wollen“. Ideen muss man halt haben. Und sie umsetzen können.

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