Verheerende Flutschäden

Wiedereröffnung des Schwimmbads: Altenaer brauchen viel Geduld 

Land unter im Dahler Bad: Das Hochwasser überflutete nicht nur große Teile des Freibads, das Wasser lief auch in das Hallenbad und den Keller und zerstörte große Teile der Technik.
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Land unter im Dahler Bad: Das Hochwasser überflutete nicht nur große Teile des Freibads, das Wasser lief auch in das Hallenbad und den Keller und zerstörte große Teile der Technik.

Irgendwann wird wieder geschwommen im Dahler Bad. Aber wann, das kann derzeit niemand sagen. Die Altenaer werden sich noch eine ganze Weile gedulden müssen. Bei der Reparatur der massiven Flutschäden gibt es nämlich zwei Probleme.

Altena –Auch Hendrik Voß nicht, der Geschäftsführer der Stadtwerke und Leiter des Bäderbetriebes. Die Schäden, die durch die strömende Wassermassen am 14. und 15. Juli verursacht wurden, haben sich als so gravierend erwiesen, dass eine halbwegs schnelle Lösung nicht möglich ist.

Zwar hatten viele Dahler und Altenaer, nicht zuletzt aufseiten der Vereine, darauf gehofft, bald wieder im Frei- oder Hallenbad schwimmen zu können. Doch die Chancen stehen schlecht. Die schmucke Bäderanlage, attraktiv in grünen Wiesen am Fuße eines flach abfallenden Hanges gelegen, hatte zu sehr gelitten: die Kellerräume vollgelaufen, das Becken im Freiband sowie Wiesen geflutet mit Geröll- und Schlammmassen.

Wiedereröffnung: Termmin in 2022 unklar

Auch 13 Wochen nach der Flutkatastrophe kann Hendrik Voß, gefragt nach einer Perspektive und einem möglichen Öffnungstermin, nur sagen: Die gibt es „nicht so wirklich“. Vielmehr deute mittlerweile alles darauf hin, dass man mit mehr Wartezeit rechnen müsse als ursprünglich gehofft: „Wir werden dieses Jahr nicht mehr öffnen können.“ Auf eine zeitliche Perspektive für 2022 möchte er sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht festlegen. Es gebe viele Unabwägbarkeiten.

Die Kellerräume sind mittlerweile gereinigt worden. Elektriker sind dabei, die einzelnen Arbeitsschritte (Gewerke) zu prüfen. Vorwiegend gehe es um Heiz- und Elektrotechnik sowie um die Pumpen, die saniert oder ausgetaucht werden müssen.

Lieferengpässe und ausgebuchte Handwerksfirmen

Es gebe zwei Hauptprobleme, berichtet der Stadtwerke-Chef. Zwar seien Ersatzteile schon bestellt worden, doch es gebe teils lange Lieferzeiten. Und es gebe auch ein großes Problem damit, Handwerker zu bekommen. Neben der Beseitigung der technischen Schäden wollen die Bäder-Verantwortlichen auch ein Auge auf den kleinen Bachlauf werfen, der auf dem Bad-Gelände verläuft. Gesucht wird dabei nach einer Möglichkeit, ihn bei künftigem Starkregen besser in den Griff zu bekommen.

Direkt nach der Überflutung waren an der Mondhahnstraße die Aufräumarbeiten angelaufen. Der Bäderbetrieb hatte eigene Kräfte mobilisiert – und staunten nicht schlecht. Denn es fanden sich viele Freiwillige im Bad ein, um ihre Hilfe anzubieten. Bis zu 30 Freiwillige traten an, um aufzuräumen.

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