Ein Auto rettet das Apollo-Kino

Die Rettergeschichte präsentieren Kino-Chefin Nicole Güldner (l.) und ihr Team auf einem Banner im Foyer.
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Die Rettergeschichte präsentieren Kino-Chefin Nicole Güldner (l.) und ihr Team auf einem Banner im Foyer.

Endlich wieder Filme auf der großen Leinwand schauen: Das Apollo-Service-Kino hat am Donnerstag wieder eröffnet, nachdem es fast zwei Monate wegen Flutschäden geschlossen hatte. „Der erste Tag lief sehr gut“, resümiert Inhaberin Nicole Güldner. „Alle sind total begeistert“, sagt sie. Kunden hätten sich wahnsinnig gefreut, dass das Kult-Kino endlich wieder geöffnet ist.

Altena – Einige brachten sogar Geschenke mit – einen Strauß Blumen oder einen Gutschein. „Das war großartig“, sagt die Inhaberin. Auch auf Facebook drückten Kunden ihre Freude über den Wiederstart aus: „Juhuuu. Was für tolle Nachrichten.“ oder „Das freut mich sehr.“, heißt es da.

Für das Apollo-Service-Kino war es am Donnerstag erst der 14. Öffnungstag in diesem Jahr. Bis Anfang Juli musste das Kino wegen Corona geschlossen bleiben. Exakt 13 Tage hatte es wieder offen. Dann kam das Hochwasser. Der Nettebach flutete am 14. Juli den Keller des Kinos. Es folgte eine fast zweimonatige Schließung Güldner und ihr Team hoffen inständig, dass keine weiteren Katastrophen über das Kino hereinbrechen.

Besucher mit Geschenken

Begrüßt werden Gäste mit einer emotionalen Geschichte. Am Eingang zum Kino steht ein großes Banner, das auf das Auto aufmerksam macht, das am Unglückstag vor dem Kino abgestellt war. „Dieser Wagen des Malerbetriebs Seidel hat am 14. Juli unsere Kinoinsel gerettet und schlimmere Schäden vom Apollo de Luxe abgewendet“, steht dort.

Dramatische Szenen

Während mittags die Keller-Katakomben mit 1,80 Meter Hochwasser – trotz Pumpen und Eimerketten – verloren waren, habe dieser kleine Wellenbrecher die Sintflut aufgehalten. „Der Wagen blockierte das Entlüftungssystem, sodass nur wenig Wasser ins Apollo de Luxe eindringen konnten.“ Auf dem Banner ist auch ein QR-Code abgedruckt, der zu einem Youtube-Video führt. Dieses dokumentiert, wie ein reißender Strom – vormals der friedlich plätschernde Nettebach – um die Kino-Insel herumfließt. Es sind gewaltige und dramatische Bilder.

„Sah sehr gut aus“

Zum Start am Donnerstag gab es zwei Vorstellungen, eine in jedem Kino-Saal. Gezeigt wurden „Fast & Furious 9“ und „Kaiserschmarrndrama“. Insgesamt waren gut 30 Gäste da, berichtet Güldner. Und auch „das Wochenende sah sehr gut aus“.

Indes steigt die Vorfreude. „Einige haben schon nach Karten für den neuen Bond gefragt“, erzählt die Kino-Chefin. Tickets gehen am Montag, 13. September, in den Vorverkauf. Ab Donnerstag, 30. September, läuft Bonds 25. Mission „Keine Zeit zu sterben“ im Altenaer Kino.

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