Lieferengpässe und Anforderungen der Kunden

Wiederaufbau nach der Flut: Firmen im MK massiv unter Druck

Unter Wasser: Nur einer der überfluteten Räume in der Firma Frohn in der Nette in Altena.
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Unter Wasser: Zig Firmen in Altena traf die Flut massiv. Sie kämpfen nun mit dem Wiederaufbau

Einerseits Lieferengpässe, andererseits Kundenerwartungen: Viele Altenaer Firmen kämpfen nach der Flut mit dem Wiederaufbau - und stehen dabei mächtig unter Druck.

Altena – Die gute Nachricht: Die Aufbauhilfen für Unternehmen zur Überwindung der Flutkatastrophe fließen. „Die schnelle Perspektive für den Wiederaufbau war ein wichtiges Signal für die betroffenen Unternehmen, denn die Zeit drängt“, betont Christoph Brünger, Geschäftsbereichsleiter und Hochwasserbeauftragte der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK). Gerade für die schwer getroffenen Firmen in der Rahmede und in der Nette, die zu großen teilen über die Bäche gebaut wurden.

Das Problem: Die Kunden verlangten nun, dass die Firmen wieder schnell produzieren und liefern können. Zeitgleich kämpfen die Firmen aber selbst beim Wiederaufbau mit Lieferengpässen. „Da lastet ein hoher Druck auf den Unternehmen, die ihre Marktposition nicht nachhaltig gefährden wollen“, sagt Brünger.

„Thema Leben und Arbeiten am Wasser neu gedacht werden“

Neben dem Wiederaufbau rücke auch der Hochwasserschutz in den Fokus, denn nicht nur die Kunden, sondern auch die Versicherungen fragten, was in den Unternehmen getan werde, um Lieferausfälle für die Zukunft zu vermeiden. „Doch der Hochwasserschutz kann nicht allein von den Unternehmen gestemmt werden, das ist eine gemeinsame regionale Aufgabe mit kommunalen und staatlichen Akteuren. Mit denen befinden wir uns bereits in guten Gesprächen“, fordert Christoph Brünger.

Im Mittelpunkt müsse die Herausforderung stehen, Hochwasserschutz sowie Standortsicherung und auch -erweiterung für Unternehmen zu sichern. Keine leichte – wenn überhaupt machbare – Aufgabe in den engen Tälern Altenas. Brünger sagt: „Die Katastrophe Mitte Juli hat gezeigt: In unserer Region muss das Thema Leben und Arbeiten am Wasser neu gedacht werden – gemeinsam mit den Unternehmen.“

Hilfe für Unternehmern

Der Beratungsbedarf für Unternehmer zu den Aufbauhilfen sei im Übrigen hoch. Zum Beispiel gebe es zahlreiche Anfragen zu den erforderlichen und anerkannten Gutachtern, die nötig sind, um die Schadensermittlung durchzuführen. Für alle Fragen rund um den Wiederaufbau stehen den betroffenen Unternehmen die SIHK-Krisenhotline unter der Rufnummer 0 23 31/ 39 03 33 sowie Informationen unter www.sihk.de/hochwasser zur Verfügung.

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