Arbeiten an der Burg

Freie Sicht auf den Steinbruch

Burg Altena Steinbruch
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Ausblick auf den Steinbruch, aus dem die Steine für den Wiederaufbau der Burg kamen.

Wer regelmäßig auf den Wegen rund um die Burg unterwegs ist, der hat es gemerkt: In den vergangenen Monaten hat sich dort einiges getan. Besonders auffällig ist die neue Sichtachse ins Nettetal auf der Ostseite der Festung.

Altena- Der Blick geht direkt zum Steinbruch, von dem die Grauwackesteine für den Wiederaufbau der Burg zu Beginn des 20. Jahrhunderts geholt wurden.

Landschaftsarchitektin Alexandra Weber vom Gebäudemanagement des Märkischen Kreises, die die Maßnahmen koordiniert, erläutert: „Die Bäume an dieser Stelle waren Bergahorne mit Rußrindenkrankheit. Das ist eine Pilzerkrankung, die zum Absterben der Bäume führt. Aus Verkehrssicherungsgründen mussten sie gefällt werden, dadurch haben sich die neuen Blickachsen ergeben. So konnten wir die Trasse der historischen Materialseilbahn für die Besucher wieder sichtbar machen.“ An einer Stelle ist ein Fundament der Seilbahn zu sehen. Dort informiert eine Tafel über die historischen Zusammenhänge.

Bäume waren krank

Einen interessanten Blick gibt es auch vom Heckenplateau an der Südseite, das von alten Hainbuchen umrahmt ist. Dort steht die Ziegelsteinskulptur von Hannes Forster aus dem Jahr 2015. Das Kunstwerk bezieht sich auf die Stützpfeiler und Bögen der Burgmauern. Jetzt können Spaziergänger von dort auf den mächtigen Wehrbau schauen.

Auf dem Heckenplateau und an verschieden anderen Stellen stehen zudem neue Bänke. An der Ost- und Südseite wurden die Wege und Treppen erneuert, Handläufe und Papierkörbe installiert. „Im nächsten Schritt planen wir noch Schilder aufzustellen, die mit Hilfe von QR-Codes über die Flora und Fauna informieren“, kündigt Weber an. Auch Fotopoints soll es an Stellen geben, wo sich ein Erinnerungsbild besonders lohnt. Außerdem laufen zurzeit die Planungen für den Umbau des Spielplatzes unterhalb des Burg-Restaurants. zu einem Themenspielplatz

Erheblicher Zuschuss vom Land

Das Geld für die Umbaumaßnahmen stammen unter anderem aus dem Programm „Heimat-Zeugnis“ des Landes NRW. Die Märkische Kulturstiftung Burg Altena hat Fördergelder vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung erhalten, um die Burg und den Park didaktisch und medial aufzuwerten. Das Projekt kostet insgesamt 1,3 Millionen Euro, einen Scheck über 1,16 Millionen Euro hatte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach im September 2020 vorbeigebracht.

Park verwilderte schon früh

Der Name „Weyhe-Park“ bezieht sich auf den königlichen Gartendirektor Maximilian Friedrich Weyhe. Dieser plante ab 1843 im Auftrag des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. eine Parkanlage für den Burgberg mit Promenadenwegen, Aussichtspunkten und Pflanzungen. Allerdings verwilderte der Park wegen mangelnder Pflege. Seit einigen Jahren finden umfangreiche Maßnahmen statt, um den Park wieder attraktiv zu machen.

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