Weyhe-Park lebt wieder auf

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Die Treppenanlage führt vom Weg zur Loreley hinauf zur Burg, wo jetzt der Kinderspielplatz ist.

Altena -  Es tut sich was zu Füßen der Burg. Rund um die alte Festungsanlage sind die Arbeiten zur Wiederherstellung des früheren Weyhe-Parks ein gutes Stück vorangekommen. Die Burg und ihr Umfeld sollen damit um eine Sehenswürdigkeit reicher werden.

Von Thomas Keim

Der Park wurde einst von Maximilian Friedrich Weyhe angelegt, einem namhaften Gartenarchitekten des 19. Jahrhunderts. Weyhe hatte den Auftrag für den Park 1843 vom preußischen König bekommen. Vollendet wurde die Anlage 1852 durch Weyhes Sohn. Der Park sollte aber keine lange Zukunft haben und verwilderte bald. Seit einiger Zeit wird nun gegengesteuert. Zumindest wesentliche Elemente der alten Anlage sollen wieder als solche erkennbar und vor allem begehbar werden. Das war vor allem am unteren Weg um die Burg zuletzt nicht ganz einfach.

Der Loreley genannte Aussichtspunkt am westlichen Burgberg gehört dazu, aber auch der Weg um die Burg, der auf der Netteseite einen Heckengarten aufweist. „Der war komplett zugewachsen und soll wieder sichtbar werden“, sagt Wolfgang Graeber vom Gebäudemanagement des Märkischen Kreises. Die Planungen liegen in der Hand der Lüdenscheider Landschaftsarchitektin Alexandra Weber.

Zum Konzept gehört auch, am oberen Weg um die Burg einen so genannten „Point de Vu“ zu schaffen, einen Blick- oder Endpunkt. Dazu wird das 2002 von Hannes Forster gebaute Kunstwerk „Über Kreuz“ – zuletzt auf der Westseite des Berges installiert, dort abgebaut und an der Ostseite wieder errichtet. Interessant am Rande: Dort ist man am unteren Weg bei der Wiedererschließung des Weges auf ein Fundament gestoßen, das einst zur Seilbahn gehörte, die während des Wiederaufbaus der Burg die Baustelle von der Netteseite aus mit Material versorgte.

Aufgemöbelt wurde auch die Weyhe’sche Treppenanlage, die am Ende des Weges von der Loreley zur Burg hinaufführt. Sie mündet dort, wo vor wenigen Jahren ein Spielplatz angelegt wurde. An der Loreley wurden zugleich wieder Blickachsen geschaffen, die eine schöne Aussicht ins Lennetal erlauben.

„Das sind die Kernpunkte“ erläutert, Wolfgang Graeber. Es folgen noch einige Ergänzungen und Restarbeiten, die aber wegen der Naturschutzauflagen bis in den Herbst warten müssen. Dann wird zum Beispiel noch ein wenig Holz geschlagen, damit einige markante Einzelbäume als Relikte des Parks wieder besser zur Geltung kommen. Auch wird dafür gesorgt, dass es eine bessere freie Blickverbindung zwischen Burgaufzug und Burg gibt.

Für das gesamte Vorhaben werden rund 148 000 Euro aufgewendet. Der Löwenanteil in Höhe von 130 000 Euro stammt aus Mitteln für die „Lenneschiene“ (Regionale). Rund 45 000 Euro legt der Kreis dann noch an Eigenmitteln dazu.

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