Ein Stimmungsbild

Werkzeug statt Blumen: Die besonderen Wünsche zum Valentinstag

Karikatur: Valentinstag.
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Karikatur: Valentinstag.

Den Valentinstag verbringen die meisten Pärchen auf ihre ganz eigene Weise. Auch in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde: Ein Stimmungsbild, das vielfältiger kaum sein könnte.

Altena/Nachrodt – Der Namensgeber für den Valentinstag wurde enthauptet. Der Schutzpatron der Liebenden lebte im dritten Jahrhundert in Rom und traute Liebespaare nach christlichem Ritus, obwohl Kaiser Claudius II. das verboten hatte. Am Sonntag ist Valentinstag – und damit streiten sich wieder die Geister, ob dieser Tag wunderbar romantisch ist und gefeiert werden sollte, oder ob man ihn getrost vergessen kann. Die Meinungen gehen in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde auseinander.

Kein romantischer Tag wird vergessen

„Wir schenken uns das ganze Jahr über nette Kleinigkeiten zwischendurch, aber am Valentinstag gibt es trotzdem Blumen und Pralinen“, erzählt Nathalie Winkhaus. Die Wiblingwerderin ist seit 20 Jahren mit ihrem Mann Arnd verheiratet und freut sich, dass er noch nie einen Hochzeitstag, einen Geburtstag und Valentinstag vergessen hat. „Wenn es nur am Valentinstag ein Geschenk geben würde, wäre es wie eine Pflichtveranstaltung. Weil der Tag so vorgegeben wird. Aber bei uns ist es einfach ein weiterer schöner Tag. Wenn Arnd unterwegs ist, bringt er immer mal Blumen mit. Und ich freue mich immer riesig.“

Gebackene Herzchen im Café Nostalgie

Richtig schön findet Nilüfer Seker den Valentinstag. Wie auch der Muttertag ist der Tag für die Altenaer Café-Betreiberin wie eine kleine Erinnerungsstütze für alle, die im Alltag mal vergessen, Danke zu sagen. Gleichzeitig komme man aus dem täglichen Einerlei etwas heraus. „Von meinen Kindern bekomme ich immer Blumen oder etwas Gebasteltes“, erzählt „Nili“. Von ihrem Mann gibt es auch „mal so, mal so“ etwas, wie sie lachend erzählt. Man müsse ihn aber auch schon mal daran erinnern. Für Kurzentschlossene hat sie im Café Nostalgie in Altena Herzchen gebacken.

Nilüfer Seker vor ihrem Café Nostalgie.

Keine Geschenke am „Pflichttag“

„Ich bekomme ganz oft etwas von meinem Mann geschenkt, aber nie zum Valentinstag“, erzählt Christiane Haupt. Festgelegte Tage nach dem Motto: „Jetzt ist Valentinstag, jetzt muss man etwas schenken, mag das Paar aus Altena nicht. „Manni kommt oft mit Blumen oder ich koche etwas Besonderes, was er gern mag. Dann decken wir schön den Tisch, haben einen guten Wein dazu. Da spielt der Tag keine Rolle.“ 41 Jahre sind Manfred und Christiane Haupt schon zusammen und freuen sich immer noch, dem jeweils anderen eine Freude machen zu können. Aber den Valentinstag könne man getrost vergessen.

Bitte Werkzeug statt Blumen

Ganz anders sieht das Sandra Waleczek. „Generell finde ich den Valentinstag total toll“, sagt die Betreiberin des Nachrodter Boxenstopps. Es sei ein Tag, an dem noch mal explizit aneinander gedacht werde – ähnlich wie beim Muttertag. Allerdings ist Sandra Waleczek überhaupt kein Blumenfan. „Ich bin eine völlig untypische Frau. Man kann mich eher mit Werkzeug beglücken“, erzählt sie lachend. Super schön findet sie es, dass ihr Mann Christian genau zuhört und immer weiß, womit er ihr eine Freude bereiten kann. „Es sind Kleinigkeiten, die gebraucht werden, und über die ich mich dann richtig freue.“

Sandra und Christian Waleczek.

Frisch verliebt mit Überraschung

Jung verliebt – da ist der Valentinstag doch noch etwas Besonderes, oder? „Es ist unser erster Valentinstag. Ich lass mich überraschen“, sagt Maren Püschel aus Nachrodt und ist sich sicher: „Irgendetwas wird kommen.“ Die 23-Jährige findet es zwar nicht gut, wenn man sich von der Gesellschaft irgendwelche Festtage vorschreiben lassen soll, aber „ich fänd es auch blöd, wenn nichts kommen würde“. Ihr Partner, mit dem sie seit Mai 2020 zusammen ist, wird das bestimmt wissen. Vor allem, dass Maren Püschel den Valentinstag schön findet, um die Zweisamkeit zu genießen. Sie selbst ist ein bisschen spät dran mit einem Geschenk für den Liebsten. „Aber eine Kleinigkeit lasse ich mir noch einfallen.“

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