Werkstatt-Stipendiat Beck blickt zurück auf sechs Monate in der Burgstadt

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Ausräumen des Ateliers. Seine Wege werden den Stipendiaten zunächst wieder nach Stuttgart führen.

Altena - Für Andreas Christian Beck hat das Aufräumen und Kisten tragen begonnen. „Das Atelier wird immer leerer“ sagt der 29-Jährige mit Blick auf seine vier Wände an der Lennestraße 46. Zum 30. November endet sein Stipendiat bei der Werkstatt.

Am Dienstag, 29. November, stand Beck aber noch an der Tiefdruckpresse und bereitete den Druck einer Ansicht der Burg Altena vor. „Ich arbeite noch Reste auf, das Papier ist vorgefeuchtet.“ Druckgraphische Arbeiten, besonders Linolschnitte und Radierungen, Lithographien und Zeichnungen, waren und sind sein Arbeitsschwerpunkt. Beck ist jetzt dabei, nach sechs Monaten als Stipendiat in Altena seinen Lebensschwerpunkt wieder nach Stuttgart zu verlagern. „Ich fahre derzeit viel herauf und herunter.“ Zurückblickend auf seine Arbeit in der Burgstadt zieht er eine positive Bilanz. Entspannend sei die Zeit gewesen, befindet Beck, „weil ich mir nicht immer Gedanken machen musste, wie ich über die Runden komme.“ 

Andererseits sei der Aufenthalt aber auch aufregend verlaufen und habe ihm Impulse gegeben: „Es gab einige coole Projekte“, erinnert sich der 29-Jährige an Workshops mit Schülern des BGA oder seine Aufenthalte in der Dechenhöhle, wo Radierungen und Zeichnungen entstanden. „Insgesamt habe ich mich in meiner Darstellungsweise weiterbewegt.“ So seien bei seinen bisherigen Arbeiten beispielsweise nur selten Menschen zu sehen gewesen. Das habe sich während seines Aufenthaltes im Sauerland definitiv geändert. Das Stipendium habe sich letztlich wie ein „Befreiungsschlag“ ausgewirkt. Nach anstrengenden Monaten im Studium habe er endlich wieder mehr Zeit für die Kunst gefunden. 

Beck gestaltet Bushäuschen am Winkelsen

Eines der Vorhaben ist die Gestaltung eines Bushäuschens am Winkelsen. Beck wird hier eine Ansicht der „Lenneburg“ aufbringen. Die Grundierung hat er bereits angelegt. Das Motiv wird die gesamte Rückwand einnehmen und in Schwarz-Weiß gehalten sein. „Ich habe ja noch eine Woche in Altena ohne Atelier, dann wird das fertig“, berichtet Beck über sein vorerst letztes Projekt in Altena – angestoßen wurde die Idee übrigens von Ingeborg Becker. Wie geht es nun weiter für den baldigen Ex-Stipendiaten? Ein bis eineinalb Semester will er noch seinem Studium der Politikwissenschaft widmen, dann soll der Abschluss geschafft sein. 

Das Studium begreift er übrigens als „Rückhalt für die Kunst.“ Hat er seinen Abschluss in der Hand, werde er sich „endgültig orientieren“, befindet Beck, wobei allerdings eines klar sei: „Es bleibt bei der Kunst.“ Und so ganz wird er Altena vorerst nicht verloren gehen: Vermutlich im Februar, einen genauen Termin gibt es noch nicht, wird er für seine Abschlussausstellung wieder in der Stadt sein.

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