Werkstatt: Drei Frauen haben Chance auf Kunststipendium in Altena

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Viel zu sichten gab es am Dienstag für den künstlerischen Beirat der Werkstatt: 50 Mappen waren eingereicht worden von jungen Künstlern aus dem gesamten Bundesgebiet. Drei Frauen kamen in die engere Auswahl.

Altena - Die Werkstatt hat entschieden: Anna Malaika Neu, Jana Mertens und Maria Trezinski haben die Chance auf das nächste Kunststipendium in Altena.

50 Bewerbungen sind bei Roland Balkenhol eingegangen. Der hatte für die Vorauswahl wieder einen vorbildlich gestalteten Katalog vorbereitet, so dass den Mitgliedern die Bewertung nicht schwer fiel. 

Berlin und Düsseldorf waren seltener vertreten, dafür hatten erstaunlich viele Interessenten aus München eine Mappe nach Altena geschickt. Viele USB-Sticks und CDs waren beigelegt, denn der Trend an den Kunsthochschulen geht eindeutig in Richtung Multimedia-Installationen.

Bildende Kunst 

Aber: Alle drei ausgewählten Bewerberinnen, die sich am Donnerstag, 27. April, in der Burg Holtzbrinck einfinden dürfen, widmen sich der klassischen bildenden Kunst in Form von Malerei und der Schaffung von Skulpturen. 

Die Künstlerinnen erhielten vom Werkstatt-Beirat die meisten Wertungspunkte. Ihnen stehen in Altena wieder viele Möglichkeiten offen: „Hätten wir uns für jemanden entschieden, der großflächig mit Klang und Objekten arbeitet, dann würden wir entsprechende Räume zur Verfügung stellen können“, so Balkenhol.

Keine Präsenzpflicht für Stipendiaten

Sollte sich die Stipendiatin für ein innenstadtnahes Atelier entscheiden, kann die frühere Wirkungsstätte von Andreas Christian Beck wieder angemietet werden. Eine Wohnmöglichkeit in Altena ist gegeben, Präsenzpflicht besteht für die Stipendiaten aber schon seit langem nicht mehr. 

Pendeln könnte aufgrund langer Anreisewege allerdings kompliziert werden: Jana Mertens kommt aus Leipzig, Anna Mailaika Neu aus Berlin und Maria Trezinski aus dem niedersächsischen Wendeburg. Sie waren aber nicht die Bewerberinnen mit den meisten Kilometern Distanz: „Das war Stefan Nestoroski aus Rom“, erklärt Roland Balkenhol. 

Einer von sieben männlichen Bewerbern

Der war einer von insgesamt sieben männlichen Bewerbern. „Erstaunlich wenig!“ ist Roland Balkenhol aufgefallen. Noch ist alles offen, denn keine der drei ausgewählten Kandidatinnen muss ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch annehmen. 

„Das hatten wir auch schon. So sind wir einst an unsere großartige Stipendiatin Eilike Schlenkhoff gekommen, die war auch eine Nachrückerin!“

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