Mona Pourebrahim ist Stipendiatin

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Mona Pourebrahim ist die neue Stipendiatin

Altena - Mona Pourebrahim ist die neue Stipendiatin der Werkstatt Altena. Die 35-Jährige aus Berlin überzeugte mit ihren Landschaftsmalereien und aufwendigen Fotografien.

Ein halbes Jahr wird sie nun in Altena leben und arbeiten. Die Wahl aus den drei Finalisten fiel den Mitgliedern des Kunstfördervereins in der Burg Holtzbrinck nicht leicht. Die gebürtige Iranerin möchte sich in Altena weiterentwickeln und setze sich gerne mit ihrer Umgebung auseinander. 

„Das Wechseln von Orten gibt mir ganz viel“, erzählte Pourebrahim am Freitag, die in Münster und Dresden studiert hat. Seit 2018 ist sie Meisterschülerin in Dresden. Pourebrahim präsentierte große Landschaftsmalereien, die Berge und Felsen vor klarem Himmel zeigen. Hervorgestochen ist auch das Motiv mit einem Menschen, der vom blutroten Mond angestrahlt wird. „Am Schwierigsten ist es, wenn man entscheiden muss, wann ein Bild fertig ist“, sagte sie in ihrer Vorstellung.

„Und dann macht es einmal Klick"

 Im Repertoire hat die Künstlerin auch aufwendig gestaltete Fotografien. Stundenlang baut sie dafür vielteilige Werke auf einem Tisch auf, experimentiert mit unterschiedlichen Lichtquellen, schaut, wie die Schatten fallen. „Und dann macht es einmal Klick.“ Die Mitglieder, die sich die Werke in Ruhe anschauen konnten, waren begeistert. 

Für sechs Monate wird Pourebrahim diesen Sommer nach Altena ziehen und bekommt Wohnung und Atelier gestellt. Außerdem erhält sie von der Werkstatt einen Zuschuss von 700 Euro im Monat für ihren Lebensunterhalt. Die Burgstadt ist für Pourebrahim kein neuer Begriff. Aus dem Studium in Dresden kennt sie die Stipendiaten von 2015, Eilike Schlenkhoff, die sehr positiv von ihren Erfahrungen in Altena berichtet hätten – der perfekte Grund für eine Bewerbung.

Corona verzögert Wahl

Eigentlich sollte der Stipendiat schon im März ausgesucht werden. Doch dann kam Corona und die Werkstatt sagte das Stipendium für 2020 zwischenzeitlich sogar ab. Umso mehr freute sich der Vorsitzende Matthias Rüth über das große Interesse an der Vorstellung der drei Finalisten. Jedes Mitglied konnte seinen Favoriten nennen – einfach war die Entscheidung nicht. 

Durch die Bank wurde die „gute Vorauswahl“ des Vorstands gelobt. „Die können alle was“, war ein Mitglied beeindruckt. Auf Platz zwei kam Ghaku Okazaki aus Bremen. Der gebürtige Japaner möchte mit seinen Werken die Harmonie zwischen Menschen und anderen Lebewesen einfangen. „Für mein Schaffen ist es wichtig, dass es bunt ist“, erklärte er. 

Knallige Konkurrenz

In knalligen Farben und mit vielen Augen kommen seine Leinwände daher, die am Freitag im wahrsten Sinne des Wortes nur einen kleinen Teil seiner Arbeit zeigten. In seiner Vorstellung sprach er von seinen großen Kunstwerken an Wänden, über 20 Meter lang und über fünf Meter hoch. 

Farbenfrohes hatte auch Sophie Kralenetz aus Düsseldorf mitgebracht, die ein weiteres Merkmal ihrer Kunst beschrieb: „Ich stehe auf klare Linien.“ Akkurat zeichnet sie die Innereien von Smartphones. Gut zu erkennen sind auf ihren Bildern etwa Kamera, Akku oder Sim-Kartenfach – eben ohne den schützenden Deckel.

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