Stipendium für Pimpernelli

Max Pimpernelli kommt als Stipendiat nach Altena.
+
Max Pimpernelli kommt als Stipendiat nach Altena.

Altena – 13 Vereinsmitglieder entschieden Dienstagabend über die Vergabe des diesjährigen Stipendiums der Werkstatt Altena. Nachdem die Sichtung der 32 Bewerbungen zur Vorauswahl Ende April noch zeitversetzt in der Burg Holtzbrinck möglich war, musste die Endauswahl des Vereins zur Förderung junger bildender Künste dieses Jahr online stattfinden. So war die Stipendiatin von 2020, Mona Pourebrahim, beratend aus Berlin zugeschaltet.

Die Bewerber Kathrin Edwards und Max Pimpernelli stellten sich von Düsseldorf aus vor und Mantalena Olga Tigkilli nahm aus Griechenland teil. Alle drei hinterließen einen sympathischen Eindruck und beeindruckten durch ihr Schaffen, aber der Gewinner stand schnell und eindeutig fest: Max Pimpernelli wird ab Juli vier Monate in Altena leben und arbeiten und freute sich sichtlich darauf. „Sehr gut vorbereitet überzeugte der 30-Jährige besonders durch die reflektierte Auseinandersetzung mit seiner Arbeit“, erklärte díe Werkstatt anschließend in einer Pressemitteilung.

Den Künstlernachnamen Pimpernelli teilt sich der geborene Hölter mit seinem Kollegen Steffen Pimpernelli als Hommage an den wohl größten verbliebenen Clown Deutschlands: Pimpernelli sei eine Figur Helge Schneider, erklärt er zu Beginn seiner Vorstellung.

Hommage an Helge Schneider

Clownsnasen und Humor finden sich dann auch später bei der Vorstellung seines Portfolios wieder. Doch der Künstler warnt vor einer falschen Erwartungshaltung bezüglich seiner Person: „Meine Bilder lassen meine ernste und nachdenkliche Art nicht vermuten“.

Max Pimpernelli studierte an der TU Dortmund und ab 2014 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Andreas Schulze. Seit dem er dort 2020 seinen Abschluss machte, hat er bereits das Stipendium des Künstlerbahnhof Ebernburg e.V. und den 74. internationalen Bergischen Kunstpreis gewinnen können.

Wohnen wird er während seines Stipendiums in Altena, und zwar wie die vorherigen zwei Stipendiaten in der Künstlerresidenz am Nalshof. Er bekommt außerdem ein Atelier in der Innenstadt. Die Stipendiendauer für 2021 wurde von normalerweise 6 Monaten auf 4 Monate verkürzt, da mit dem Ausfall des Weihnachtsmarktes eine wesentliche Einnahmequelle des Vereins wegfiel.

Der Kunstförderverein Werkstatt Altena besteht seit 1976 und erfüllt seinen Vereinszweck durch die jährliche Vergabe von Kunststipendien.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare